Zcash steigt um 6 %, während Bitcoin und XRP fallen
Zcash profitiert vom Aufschwung der Privacy Coins und dem neuen Grayscale-Spot-ETF, während Bitcoin, XRP und andere große Coins auf den Fed-Beschluss warten.

Wichtigste Erkenntnisse
- Zcash stieg am Mittwoch um fast 6 % auf knapp über 1.200 Dollar und war die einzige große Coin im Plus.
- Bitcoin, XRP, Ether, Solana, BNB und Tron gaben nach, während der Markt auf den Zinsentscheid der Federal Reserve wartete.
- Die Schwäche folgte auf das Scheitern des CLARITY Act im US-Senat, was die regulatorische Unsicherheit erhöht.
Zcash stieg am Mittwoch am europäischen Morgen um fast 6 % auf knapp über 1.200 Dollar (1.040 Euro) und war damit die einzige große Coin im Plus. Gleichzeitig gaben Bitcoin, XRP, Ether, Solana, BNB und Tron nach, während der Kryptomarkt auf den Zinsentscheid der Federal Reserve später am Tag wartete.
Zcash bleibt stark
Die Bewegung bei Zcash passt zu einer breiteren Erholung der Privacy Coins. Laut den bereitgestellten Marktdaten liegt der Token in den vergangenen 30 Tagen weiterhin rund 130 % im Plus und bewegt sich nahe den Allzeithochs aus dem Jahr 2016. Das macht den jüngsten Anstieg bemerkenswert, zumal der Rest des Marktes zuletzt eher schwächer tendierte.
Ein zusätzlicher Kontextpunkt ist, dass der erste US-Spot-Zcash-ETF von Grayscale kürzlich begonnen hat, an der NYSE Arca unter dem Ticker ZCSH zu handeln. Diese Notierung verschafft Zcash mehr Sichtbarkeit bei Anlegern, die über Anlageprodukte Zugang zu Krypto suchen, sagt für sich genommen aber nichts über die kurzfristige Kursrichtung aus.
Große Coins unter Druck
XRP war der größte Verlierer und fiel um mehr als 7 % auf 1,29 Dollar (1,12 Euro). Ether und Solana verloren jeweils etwa 3 %, während Bitcoin, BNB und Tron rund 1 % niedriger notierten. Bitcoin handelte knapp unter 76.000 Dollar (65.900 Euro), nachdem der Kurs am Dienstag bereits kurz unter 75.000 Dollar (65.000 Euro) gefallen war.
Die Schwäche fiel mit dem Scheitern des CLARITY Act im US-Senat zusammen. Das Gesetz sollte festlegen, welche Aufsichtsbehörde welche digitalen Assets reguliert, erreichte die Ziellinie aber nicht. Dadurch bleibt für die Branche erneut viel Unsicherheit über den bundesweiten Rahmen in den Vereinigten Staaten bestehen.
Auch der breitere Markt reagierte auf diesen politischen Rückschlag: das Scheitern des CLARITY Act führte zuvor bereits zu deutlichen Liquidationen in bullischen Futures-Positionen, vor allem bei Bitcoin und Ether.
Fed und lange Zinsen
Die Fed entscheidet später am Mittwoch über die Zinsen. Eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt ist bereits weitgehend eingepreist, weshalb Anleger vor allem auf die Reaktion der langen US-Staatsanleiherenditen nach dem Beschluss achten.
Bitunix-Analysten sagten in einer E-Mail an CoinDesk, dass die Größe des Schritts weniger wichtig sei als das, was danach mit den langfristigen Yields passiert. Wenn diese Renditen trotz eines höheren kurzfristigen Zinses nahe dem aktuellen Niveau bleiben, deutet das darauf hin, dass der Markt Inflation und Haushaltsrisiken in den USA vom nächsten Fed-Beschluss getrennt sieht.