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CZ schlägt vor, Satoshis Bitcoin wegen Quantumrisiko zu sperren

CZ bringt einen umstrittenen Vorschlag auf den Tisch: Inaktive, quantum-anfällige Bitcoin könnten nach einem Netzwerk-Upgrade womöglich gesperrt werden. Die Debatte berührt direkt die Sicherheit und das Eigentumsprinzip von Bitcoin.

CZ schlägt vor, Satoshis Bitcoin wegen Quantumrisiko zu sperren

Wichtigste Erkenntnisse

  • Binance-Gründer CZ schlug vor, Satoshi Nakamotos Bitcoin und andere lange inaktive, quantum-anfällige Coins nach einem Netzwerk-Upgrade zu sperren.
  • Die Debatte folgt auf Forschung, die nahelegt, dass Quantencomputer digitale Signaturen womöglich schnell knacken und so Bitcoin-Wallets bedrohen könnten.
  • CZ sieht das als Entscheidung für die Bitcoin-Community; der Vorschlag berührt direkt die Regel, dass niemand die Coins anderer in Beschlag nehmen darf.

Binance-Gründer Changpeng Zhao, bekannt als CZ, hat die Idee ins Spiel gebracht, Satoshi Nakamotos Bitcoin und andere quantum-anfällige, lange inaktive Coins zu sperren, falls sie nach einem künftigen Netzwerk-Upgrade nicht bewegt werden. Er stellte das nicht als persönlichen Plan dar, sondern als Thema, das die Bitcoin-Community diskutieren soll.

Quantumrisiko und anfällige Bitcoin-Adressen

Die Debatte über Quantencomputer und ihre Auswirkungen auf Bitcoin hat zuletzt mehr Aufmerksamkeit bekommen, nachdem Google Quantum AI Forschung veröffentlicht hat, der zufolge die Kryptografie hinter digitalen Signaturen mit weniger als 500.000 Qubits womöglich innerhalb von Minuten geknackt werden könnte. Das bedeutet, dass Quantencomputer private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln ableiten könnten, wodurch Wallets anfällig für Diebstahl würden.

Mehr als ein Drittel aller Bitcoin-Adressen hat inzwischen einen öffentlichen Schlüssel on-chain offengelegt und ist damit potenziell für Quantenangriffe angreifbar. Satoshi Nakamoto soll Schätzungen zufolge in den Jahren 2009 und 2010 rund 1,1 Millionen BTC gemined haben, was beim aktuellen Kurs von etwa $63.000 (€54.900) einem Wert von ungefähr $70 Milliarden (€61 Milliarden) entspricht.

Vorschlag zur Sperrung und Community-Entscheidung

CZ betonte, dass er nicht persönlich vorschlägt, Satoshis Adresse zu sperren, sondern dass das eine Entscheidung ist, die die Community treffen muss. Er schlug einen Zeitrahmen von etwa einem Jahr vor, nach dem Coins, die in anfälligen Adressen bleiben, über einen Netzwerk-Fork blockiert würden. Die Idee knüpft an das Konzept von BIP-361 an, einen Vorschlag unter anderem von Jameson Lopp, der einen schrittweisen Übergang zu quantensicherer Kryptografie vorsieht. Der Plan umfasst, Transaktionen an anfällige Adressen einige Jahre nach der Aktivierung zu blockieren und Legacy-Signaturen für ungültig zu erklären.

Auch Coinbase hat kürzlich gewarnt, dass Bitcoin schon jetzt mit einem Post-Quantum-Migrationsplan beginnen müsse, weil ein Teil der Coins womöglich anfällig bleibt, wenn Adressen nie bewegt werden. In dieser Debatte geht es auch darum, was mit Coins passieren soll, die nicht rechtzeitig auf quantensichere Adressen umsteigen.

Auch wenn der Vorschlag eine Möglichkeit bietet, Quantum-Diebe abzuschrecken, berührt er eine grundlegende Regel von Bitcoin: Niemand darf die Coins anderer in Beschlag nehmen. Das Sperren von Coins könnte von vielen als Konfiszierung gesehen werden, was die Diskussion kompliziert macht.

Relevanz für europäische Krypto-Nutzer

Für europäische Krypto-Anleger und -Nutzer ist diese Debatte relevant, weil sie zeigt, wie sich der Kryptomarkt auf technologische Risiken vorbereitet, die die Sicherheit großer Mengen Bitcoin bedrohen könnten. Das Ergebnis dieser Community-Entscheidungen könnte Einfluss auf den Wert und das Vertrauen in Bitcoin als langfristigen Wertspeicher haben. Außerdem zeigt es, wie wichtig es ist, Entwicklungen rund um quantensichere Kryptografie im Blockchain-Sektor im Blick zu behalten.


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