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CZ warnt nach Datenlecks bei Binance und Coinbase

Geleakte Kundendaten bei Binance, Coinbase und anderen Anbietern erhöhen laut CZ das Risiko von Phishing, SIM-Swaps und Social Engineering.

CZ warnt nach Datenlecks bei Binance und Coinbase

Wichtigste Erkenntnisse

  • CZ warnt, dass aktuelle Datenlecks bei Binance, Coinbase und anderen Unternehmen das Risiko von Phishing, SIM-Swaps und Social Engineering erhöhen.
  • Er rät dazu, pro Krypto-Exchange ein einzigartiges E-Mail-Alias zu verwenden und SMS-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierung zu vermeiden.
  • Geleakte Kontaktdaten können später für gezielten Betrug, Fake-Support und möglicherweise auch physische Erpressung eingesetzt werden.

Binance-Gründer Changpeng Zhao, besser bekannt als CZ, hat einen Sicherheitsratgeber geteilt, nachdem an einem Tag vier Datenlecks bei zwei großen Krypto-Exchanges und zwei südkoreanischen Finanzunternehmen bekannt wurden. Seiner Ansicht nach erhöhen solche Leaks das Risiko von Phishing, SIM-Swaps und Social Engineering, auch wenn noch kein Geld verschwunden ist.

Der Kern seiner Warnung ist einfach: Geleakte Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern liefern Betrügern eine Liste mit Menschen, die möglicherweise Krypto besitzen und damit als Ziel interessant sind. Nach früheren Datenlecks im Kryptosektor folgten oft schnell Phishing-Kampagnen, weil Kriminelle mit echten Kundendaten überzeugender so tun können, als kämen sie von einer Exchange oder einem Support-Team.

So will CZ Nutzer schützen

Zhao riet Nutzern, für jede Krypto-Exchange ein einzigartiges E-Mail-Alias zu verwenden. Wenn ein Dienst dann von einem Leak betroffen ist, bleibt der Schaden besser begrenzt und es lässt sich schneller erkennen, wo die Daten abgeflossen sind.

Er riet außerdem davon ab, SMS-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen. Laut ihm sind Hardware Keys, Passkeys oder Authenticator-Apps sicherer, weil geleakte Telefonnummern oft für SIM-Swaps verwendet werden.

Außerdem sollten Nutzer besonders misstrauisch gegenüber allen sein, die sich wegen Sicherheit oder Rückerstattungen melden, sagte Zhao. Selbst wenn so jemand Kontodaten nennt, kann es sich um einen Scammer handeln. Das passt zu einer breiteren Welle von Phishing nach Datenlecks im Kryptomarkt, bei der Kriminelle immer häufiger überzeugende Fake-Nachrichten und Fake-Websites einsetzen.

Warum das jetzt besonders heikel ist

Bei Coinbase lief das Leak laut Zhao über Amplitude, einen US-amerikanischen Analytics-Anbieter. Bithumb meldete am 27. Oktober, dass ein Außenstehender Zugriff auf sein internes mobiles Groupware-System erhalten hatte, berichtete die Korea Times. Auch im traditionellen Finanzsektor wurden am selben Tag neue Leaks bekannt, unter anderem bei Daishin Securities.

Für europäische Krypto-Leser ist vor allem relevant, dass Datenlecks nicht nur ein Datenschutzproblem sind. Geleakte Kontaktdaten können später für gezielten Betrug genutzt werden und in manchen Fällen sogar für physische Erpressung, wenn Adressen und Bestände zusammen öffentlich werden. Das macht Sicherheit rund um Konten, E-Mail und Telefonnummer zu einem immer wichtigeren Teil der Krypto-Nutzung.

Phishing bleibt die größte Bedrohung

Die Warnung von CZ passt in ein Muster, bei dem auf Datenlecks direkt Phishing-Wellen folgen. In der ersten Hälfte von 2026 wurden fast 40.000 einzigartige Phishing-URLs gemeldet, die auf US-Finanzinstitute ausgerichtet waren, wobei Zahlungsdienstleister am häufigsten betroffen waren. Laut dem bereitgestellten Kontext nutzen Cyberkriminelle dabei auch immer häufiger KI-Tools, um betrügerische Websites und E-Mails glaubwürdiger wirken zu lassen.

CZ hatte bereits zuvor erklärt, dass geleakte Daten häufiger zu Phishing führen als zu einem Angriff auf die Kryptografie von Bitcoin selbst. Die neue Reihe von Leaks verschafft Betrügern seiner Ansicht nach erneut frische Kontaktdaten, also genau die Art von Informationen, die sie brauchen, um Opfer gezielter anzusprechen.


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