DDSC erhält regulierten Zugang zu UAE-Exchanges
Nach der Zustimmung der Zentralbank kann die Dirham-Stablecoin über VARA-regulierte Plattformen gehandelt werden. Die VAE setzen damit ihren Kurs bei regulierten Stablecoins und On-Chain-Settlement fort.

Wichtigste Erkenntnisse
- DDSC erhält nach der Zustimmung der Central Bank of the UAE regulierten Zugang zu ausgewählten VARA-lizenzierten Exchanges.
- Die Dirham-Stablecoin wurde von IHC, FAB und Sirius International Holding entwickelt und läuft auf ADI Chain für Zahlungen und Settlement.
- Die VAE verbinden die Aufsicht der Zentralbank mit Exchange-Lizenzen, während auch RAKBank zuvor eine In-Principle-Genehmigung für eine dirham-gestützte Stablecoin erhalten hat.
Die Dirham-Stablecoin DDSC erhält in den Vereinigten Arabischen Emiraten einen regulierten Zugang zu Exchange-Plattformen. Nachdem die Central Bank of the UAE zugestimmt hat, darf der Token über ausgewählte, von VARA regulierte Plattformen gekauft, verkauft und eingelöst werden. DDSC rückt damit von einem vor allem institutionellen Settlement-Ansatz näher an einen breiteren Marktzugang.
Lokale Stablecoin erhält Zugang
DDSC wurde von International Holding Company, First Abu Dhabi Bank und Sirius International Holding entwickelt und ist an den UAE Dirham gekoppelt. Der Token läuft auf ADI Chain und ist als Zahlungstoken für das heimische Finanzsystem gedacht. Das fügt sich in einen breiteren Trend ein: Stablecoins werden nicht nur für den Handel genutzt, sondern zunehmend auch für Treasury-Flüsse und grenzüberschreitende Abwicklung.
Die Genehmigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Stablecoins einen immer größeren Teil der Krypto-Ströme abwickeln. Visa meldete zuvor mehr als 51 $ Billionen an Transaktionsvolumen in den vergangenen 12 Monaten, während TRM Labs Stablecoins 2025 auf 30 Prozent aller On-Chain-Krypto-Transaktionen schätzte. Für den Kryptomarkt unterstreicht das, wie wichtig regulierter Zugang und lokale Abwicklung inzwischen geworden sind.
Warum die VAE das beschleunigen
Die VAE arbeiten schon seit Längerem an einem Rahmen für Zahlungstoken. Die Payment Token Services Regulation der Zentralbank legt fest, wie Ausgabe, Umtausch, Verwahrung und Transfer von Stablecoin-Diensten organisiert werden können, während VARA in Dubai die Exchange-Plattformen lizenziert, die solche Dienste anbieten dürfen. Durch diesen zweistufigen Ansatz lassen sich Zahlungsnutzung und Plattformzugang getrennt regulieren.
Auch die Infrastruktur spielt eine wichtige Rolle. ADI Chain ist als institutionelle Layer-2-Blockchain für Zahlungen, Settlement, Treasury-Management und Handelsströme aufgebaut. DDSC ist damit nicht nur ein Token, sondern auch an eine breitere technische Ebene für geschäftliche Anwendungen angebunden. Das dürfte den Rollout vor allem für Akteure interessant machen, die schnelle Abwicklung innerhalb eines regulierten Rahmens suchen.
Bedeutung für europäische Leser
Für europäische Kryptoleser zeigt DDSC, wie ein Land Stablecoins zunehmend in das reguläre Finanzsystem einbindet. Die Kombination aus Zentralbankaufsicht und Exchange-Lizenzen könnte auch für andere Märkte relevant sein, die nach einem Modell für Zahlungstoken suchen, zumal Stablecoins weltweit immer häufiger für Settlement und Zahlungen eingesetzt werden.
Der Schritt folgt außerdem auf frühere Signale aus der Region. RAKBank erhielt im Januar 2026 eine In-Principle-Genehmigung der Central Bank of the UAE für eine eigene dirham-gestützte Stablecoin. Das zeigt, dass mehrere große Akteure in den VAE in dieselbe Richtung gehen. Für den Markt ist vor allem interessant, dass lokale Währungen immer öfter eine eigene On-Chain-Form bekommen, statt vollständig von dollarbasierten Stablecoins abhängig zu bleiben.