Deutsche Bank-Tochter DWS und Galaxy arbeiten an der Euro-Stablecoin
Gemeinsam mit Galaxy und Flow Traders arbeitet DWS an AllUnity.

Gemeinsam mit Galaxy und Flow Traders arbeitet DWS an AllUnity. Das Ziel ist es, innerhalb von 12 bis 18 Monaten eine Euro-Stablecoin auszugeben.
Das Fondshaus von Deutsche Bank ist dabei, AllUnity in Zusammenarbeit mit Flow Traders und Galaxy, der Investmentgesellschaft von Mike Novogratz, zu gründen. Ziel ist es, eine vollständig besicherte Stablecoin in Euro zu starten, um die Token-Ökonomie zu fördern.
AllUnity will auch die Markteinführung digitaler Vermögenswerte und Tokenisierung beschleunigen, heißt es in einem Pressemitteilung. Außerdem kombiniert das Unternehmen das Portfoliomanagement und die Produktstrukturgerungskapazitäten von DWS, die Liquiditätsbereitstellung und Asset-Connectivity-Expertise von Flow Traders sowie die technologische Infrastruktur und Lösungserfahrung von Galaxy.
AllUnity will sich als führender regulierter Anbieter einer Stablecoin in Euro für institutionelle, geschäftliche und private Anleger positionieren. Die Stablecoin soll physisch durch Fiatgeld in Euro und in Euro denominierten liquiden hochwertigen Vermögenswerten wie deutschen Staatsanleihen gedeckt sein.
"Bis jetzt waren dollar-denominierte Stablecoins die ersten Akteure auf dem Markt und haben entsprechend von Netzwerkeffekten profitiert", erklärte ein DWS-Sprecher gegenüber BTC-ECHO. "Darüber hinaus haben negative Zinssätze in der Eurozone eine physisch gedeckte Stablecoin in der Vergangenheit kommerziell weniger attraktiv gemacht. Wir glauben, dass jüngste Entwicklungen in der Eurozone, wie MiCA, zu einem wachsenden Interesse an euro-denominated Stablecoins geführt haben", so die Erklärung.
Euro-Stablecoin: MiCA und BaFin-konform
Das Trio-Unternehmen dürfte auf den richtigen Moment gewartet haben: Dank der MiCA-Verordnung sind digitale Vermögenswerte in der EU deutlich reguliert. Die Regelung, die im April vom Parlament verabschiedet wurde, bietet einen "harmonisierten Rechtsrahmen für Stablecoins, um den Anlegerschutz und die Marktintegrität zu stärken", so die Erklärung.
AllUnity plant, innerhalb der kommenden 12 bis 18 Monate die Euro-Stablecoin herauszugeben. Dies könnte möglicherweise unter Zuhilfenahme einer e-Money-Lizenz von BaFin erfolgen. Die Gründung von AllUnity steht jedoch noch unter Vorbehalt verschiedener Voraussetzungen, einschließlich der Genehmigung durch BaFin und Wettbewerbsbehörden, so die Erklärung. Die Stablecoin-Unternehmen Circle und Tether bekommen dadurch Konkurrenz aus dem Finanzsektor.
Alexander Höptner als AllUnity-CEO
Mit Alexander Höptner holen DWS, Galaxy und Flow Traders eine bekannte Persönlichkeit aus dem Finanzsektor an Bord. Höptner betont die Einzigartigkeit der Zusammenarbeit und die Chancen, die sie bietet. "In der kommenden Phase richten wir uns darauf aus, ein starkes Team aus talentierten Crypto-, Finanzmarkt-, Technologie- und Regulierungs-Experten aufzubauen, um unsere Mission zu erfüllen", erklärt der ehemalige BitMEX-CEO.
Mit AllUnity will DWS-CEO Stefan Hoops "die Kluft zwischen dem traditionellen und digitalen Finanzökosystem überbrücken und sicheres On-Chain-Settlement ermöglichen." Mike Novogratz, CEO von Galaxy, sieht in der Zusammenarbeit eine Chance, eine offene, interoperable Euro-Stablecoin einzuführen und die breite Adoption von Stablecoins zu beschleunigen.