Ethereum-ETF-Zuflüsse erstmals positiv auf Wochenbasis
Obwohl Ethereum in letzter Zeit wieder schwächer geworden ist, gelang es ETH-ETFs, stabile Zuflüsse zu verzeichnen.

Obwohl Ethereum in letzter Zeit wieder schwächer geworden ist, verzeichnen ETH-ETFs stabile Zuflüsse. Ein Lichtblick am Ende des Tunnels?
- Die kürzlich gestarteten Ethereum-ETFs verzeichnen letzte Woche erstmals Nettozuflüsse. Das geht aus Daten von Farside Investors hervor.
- Laut den Daten floss zwischen dem 5. und 9. August mehr als USD 104 Millionen in ETH-ETFs, trotz massiver Turbulenzen am Kryptomarkt. Das beläuft sich damit auf insgesamt fast 7,3 Milliarden USD.
- Das Produkt des Vermögensverwalters BlackRock (ETHA) verzeichnete den Großteil der Zuflüsse mit USD 188 Millionen. Das kompensierte den enormen Abfluss aus dem Grayscale-Fonds ETHE, der ETH im Wert von USD 179 Millionen verkaufte.
- Insgesamt registrierte BlackRock seit dem Start etwas weniger als USD 1 Milliarde Zufluss, gefolgt von der Fidelity ETH-ETF (FETH) mit USD 341 Millionen. Durch den massiven Abfluss aus dem Grayscale-Fonds verzeichneten jedoch alle ETFs zusammen einen Gesamtverlust von USD 406 Millionen.

Kumulative Zuflüsse der Ethereum-Spot-ETFs in Millionen USD | Quelle: Farside Investors
- Diese Entwicklung war zu erwarten, basierend auf dem vergleichbaren Start der Bitcoin-Pendants. Bei deren Markteinführung im Januar gab es große Abflüsse aus den Grayscale-GBTC-Fonds, bevor die ETFs insgesamt Rekordgewinne verzeichneten.
- Ähnlich wie beim GBTC-ETF wählte Grayscale auch eine hohe Verwaltungsgebühr für ETHE, was Anleger offenbar nicht schätzen. Selbst die Einführung eines günstigen „Mini-ETFs“ half wenig, den Abfluss zu stoppen.
- Die relativ starke Zufuhr in die ETFs ist derzeit ein Lichtblick für ETH, denn die zweitgrößte Kryptowährung gehört zu den eindeutig underperformenden der aktuellen Zyklusphase.
- Nach dem jüngsten Kursrückgang hat ETH die Gewinne dieses Jahres aufgegeben. Gleichzeitig erreichte ihr Hauptkonkurrent Solana ein neues Rekordhoch gegenüber Ethereum.
- Gleichzeitig deuten historisch niedrige Transaktionsgebühren und der schwächelnde Token-Burn-Mechanismus auf sinkende Nutzeraktivität hin.