Ethereum Foundation setzt Dezember 2029 als Quantum-Deadline
Die Foundation setzt Hegotá und fünf Hard Forks ein, um Execution, Consensus und Daten bis 2029 quantenresistent zu machen. Rund 65 % der ETH-Adressen gelten bereits jetzt als verwundbar.

Wichtigste Erkenntnisse
- Die Ethereum Foundation setzt Dezember 2029 als harte Frist für quantenresistente Basisschichten von Ethereum.
- Hegotá wird der erste große Test in einer Reihe von fünf Hard Forks hin zu vollständiger Post-Quantum-Sicherheit.
- Rund 65 % aller ETH liegen laut Project Eleven bereits in Adressen, die für Quantenangriffe anfällig sind.
Die Ethereum Foundation hat Dezember 2029 als harte Frist gesetzt, um Ethereum gegen Quantencomputer abzusichern. Dabei geht es nicht um ein vages Forschungsziel, sondern um ein Datum, bis zu dem die Basisschicht des Netzwerks bei Execution, Consensus und Daten quantenresistent sein soll.
Hegotá als erster Test
Die Foundation verknüpft diesen Zeitplan mit Hegotá, dem Hard Fork nach Glamsterdam. Laut dem Protocol cluster ist Hegotá der erste große Test, um zu sehen, ob die späteren Post-Quantum-Upgrades rechtzeitig geliefert werden können. Der Weg zu vollständiger Quantenresistenz umfasst fünf Hard Forks, und um Dezember 2029 zu erreichen, sind im Schnitt 7,2 Monate pro Fork nötig.
Dieses Tempo bezeichnet das Cluster selbst als aggressiv. Außerdem sagt die Foundation, dass sie Q-day im Jahr 2030 als bewusst strenge Annahme zugrunde legt. Im Januar 2027 folgt eine neue Bewertung mit externen Experten, wenn der Fortschritt bei Quantencomputern erneut mit dem Plan abgeglichen wird.
Warum das jetzt relevant ist
Die Dringlichkeit ist nicht nur theoretisch. Quantencomputer können grundsätzlich die Elliptic-Curve-Kryptografie angreifen, die Ethereum nutzt, um Gelder und die Integrität des Netzwerks zu schützen. Die Foundation weist außerdem darauf hin, dass sich rund 65 % aller ETH bereits in Adressen befinden, die für Quantenangriffe anfällig sind, laut Project Eleven.
Deshalb bekommt die Umsetzung der Roadmap viel Aufmerksamkeit. Frame Transactions soll der wichtigste Schritt auf der Execution-Seite werden, weil sich damit neue Signature-Schemata einführen lassen, ohne für jede Änderung einen separaten Hard Fork machen zu müssen. Frame Transactions ist bereits in Hegotá enthalten, was zeigt, wie die Quantum-Roadmap und andere Protokolländerungen in denselben Upgrade-Zyklen zusammenkommen. EIP-8298, EIP-8151 und EIP-8365 sollen danach helfen, Accounts und Validator-Daten von anfälliger Kryptografie zu lösen.
Was das für Anleger bedeutet
Für europäische Krypto-Anleger ist das vor allem relevant, weil es zeigt, wie ernst Ethereum seine langfristige Sicherheit nimmt. Die Foundation hat außerdem eine separate Post-Quantum-Forschungsgruppe und eine zentrale Informationsplattform mit Roadmap, Repositories, Spezifikationen, Papers, EIPs und einer FAQ eingerichtet. Das macht deutlich, dass es sich nicht um eine einzelne Ankündigung handelt, sondern um einen mehrjährigen Prozess, der die technische Basis von ETH stärken soll.