Ethereum führt Generalprobe des Merge durch
Nach jahrelanger Vorbereitung, mehreren Testnetzen und einigen Verzögerungen kommt das wichtigste Netzwerk-Upgrade für Ethereum: Der Merge sorgt dafür, dass der Konsensprozess von Proof of Work auf Proof of Stake umgestellt wird.

Nach jahrelanger Vorbereitung, mehreren Testnetzen und einigen Verzögerungen kommt das wichtigste Netzwerk-Upgrade für Ethereum: Der Merge wird die Umstellung des Konsensprozesses von Proof of Work auf Proof of Stake realisieren. Die Ethereum Foundation hat nun Details zur letzten Generalprobe bekanntgegeben, während die ersten Miner ihre Handschuhe wieder ablegen.
Endgültige Merge-Generalprobe
Mit der Zusammenführung der beiden Testnetze "Görli" und "Prater" bringt Ethereum den letzten Testlauf für die Fusion auf die Bühne. Ziel ist es, dass der Merge am 4. August beginnt und mit dem Bellatrix-Upgrade das Prater-Netzwerk auf die Fusion vorbereitet wird. Zwischen dem 6. und 12. August soll die Fusion der beiden Testnetze voraussichtlich abgeschlossen werden, so die Ethereum Foundation in einem Blog-Post.
Vor diesem Schritt war das Testnet "Sepolia" bereits zu "Proof of Stake" umgebaut worden. Die Fusion von Görli und Prater ist der letzte Test. "Nach Jahren harter Arbeit" befindet sich die Ethereum Merge damit in der "letzten Testphase", erklärt die Ethereum Foundation. Ein offizieller Termin für die eigentliche Fusion steht noch nicht fest. Aber wenn die Vorbereitungen planmäßig verlaufen, könnte sie im September erfolgen.
Ethereum-Adressen steigen – Hashrate fällt
Während die Feinabstimmung der Fusion Form annimmt, steigt auch die Nachfrage nach Ether. Ungefähr 1,5 Millionen Adressen besitzen derzeit mindestens einen Ether – ein neuer Rekord. Gleichzeitig sind die Ether-Bestände an Börsen auf derzeit 20 Millionen ETH geschrumpft.
Unterdessen ziehen die ersten Miner den Stecker; die Rechenleistung (Hashrate), die ins System eingegeben wird, ist seit dem Rekordhoch, das Mitte Mai erreicht wurde, um 16 Prozent gesunken.
Nach der Fusion
Die Konsensus-Veränderung markiert einen wichtigen Netzwerkeingriff, der voraussichtlich ein neues Zeitalter für Ethereum einläuten wird. Abgesehen von der Möglichkeit zu staken, wird sich für die Nutzer anfangs wenig ändern. Die Fusion ebnet den Weg für eine Reihe weiterer Verbesserungen, die Ethereums Vision als "Welt-Computer" konkreter machen sollen.
Die erste Upgrade nach der Fusion fokussiert sich auf die Auszahlung des Stakings. In weiteren Schritten wird der Schwerpunkt vor allem auf die Integration von Layer-2-Netzwerken liegen, wodurch Ethereum erheblich skaliert werden könnte. Mehr Anwendungen und Transaktionen bei gleichzeitigen Kostenreduktionen, deutlich verbesserter Energieeffizienz und höherer Entwickler- und Nutzerfreundlichkeit: Wenn alles reibungslos läuft, sollte Ethereum seine Position als größtes Smart-Contract-Plattform durch die Fusion weiter festigen.