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BlackRock erweitert tokenisierte Cash-Produkte auf Ethereum und mehreren Blockchains

BlackRock verknüpft seine Geldmarktfonds mit Ethereum und mehreren Blockchains. Die Produkte sollen außerdem als Reserve-Asset für US-Stablecoin-Emittenten unter dem GENIUS Act nutzbar sein.

BlackRock erweitert tokenisierte Cash-Produkte auf Ethereum und mehreren Blockchains

Wichtigste Erkenntnisse

  • BlackRock erweitert seine tokenisierte Cash-Plattform um zwei blockchainbasierte Money-Market-Produkte.
  • BSTBL ist eine tokenisierte Ethereum-Klasse eines bestehenden Money-Market-Fonds; BRSRV bietet tägliche Wiederanlage von Dividenden und Zugang über mehrere Blockchains.
  • BlackRock sieht die Fonds als mögliche Reserve-Assets für US-Stablecoin-Emittenten unter dem GENIUS Act.

BlackRock hat seine tokenisierte Cash-Plattform um zwei neue Money-Market-Produkte auf Blockchain-Basis ergänzt. Der weltgrößte Vermögensverwalter baut damit seine Position im Bereich Stablecoin-Reserven und tokenisierter Finanzinfrastruktur weiter aus, während digitale Abwicklungslösungen und Onchain-Liquidität zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Neue tokenisierte Fonds

Das erste Produkt heißt BlackRock Select Treasury Based Liquidity Fund, kurz BSTBL. Dabei handelt es sich um eine tokenisierte Klasse auf Ethereum innerhalb eines bestehenden Money-Market-Fonds. Zusätzlich hat BlackRock das BlackRock Daily Reinvestment Stablecoin Reserve Vehicle, kurz BRSRV, aufgelegt. Dieses Produkt bietet eine tägliche Wiederanlage von Dividenden und ist über mehrere Blockchains zugänglich.

Die neuen Produkte hatte BlackRock bereits im Mai bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission eingereicht. Nach Angaben des Unternehmens sollen beide Fonds als zulässige Reserve-Assets für US-Stablecoin-Emittenten gelten, die unter den GENIUS Act fallen.

Stablecoin-Reserven im Fokus

Das im Juli 2025 eingeführte Gesetz schafft in den Vereinigten Staaten einen bundesweiten Rahmen für Stablecoins. Es schreibt vor, dass Emittenten ihre Reserven jederzeit mindestens auf Höhe der ausstehenden Stablecoins halten müssen. Als zulässige Reserve-Assets nennt der Rahmen unter anderem US-Dollar, Sichteinlagen bei versicherten Banken, kurzfristige US-Staatsanleihen sowie Overnight-Repos, die durch qualifizierende Treasuries besichert sind.

Mit der Erweiterung knüpft BlackRock direkt an die steigende Nachfrage nach hochwertigen Reserve-Assets im Kryptomarkt an. Das Unternehmen hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass es 60 $ Milliarden (52,2 € Milliarden) an Reserven für Circle verwaltet. Das entspricht nach dieser Angabe rund einem Viertel des 300 $ Milliarden (261 € Milliarden) großen Stablecoin-Markts.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Interessierte zeigt dieser Schritt, wie große traditionelle Vermögensverwalter tokenisierte Produkte mit der Infrastruktur rund um Stablecoins verbinden. Das könnte für Liquidität, Collateral und Fondsstrukturen in den kommenden Jahren relevant werden, vor allem weil immer mehr Marktteilnehmer nach regulierten Formen von Onchain-Exposure suchen.

BlackRocks Cash Management Group verwaltet inzwischen fast 1.073 $ Billionen (0,9 € Billionen) an Cash-Strategien für Unternehmen, Banken, Stiftungen, Versicherer und öffentliche Fonds. Laut Topmanager Jon Steel verschafft die Erweiterung Kunden mehr Flexibilität dabei, Money-Market-Fonds sowohl in traditionellen als auch in digitalen Märkten zu nutzen.


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