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FCA geht gegen illegale P2P-Krypto-Seiten in London vor

Gemeinsam mit HMRC und der Metropolitan Police ging die FCA gegen drei P2P-Standorte in London vor. Die Aktion passt in die Phase vor dem neuen britischen Kryptoregime, mit zusätzlichem Fokus auf Stablecoins, Börsen und Geldwäschevorschriften.

FCA geht gegen illegale P2P-Krypto-Seiten in London vor

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die britische FCA ging gemeinsam mit HM Revenue & Customs und der Metropolitan Police gegen drei illegale Peer-to-Peer-Krypto-Standorte in London vor.
  • Die Aufsichtsbehörde verschickte Cease-and-Desist-Schreiben und betonte, dass es derzeit keine bei der FCA registrierten Peer-to-Peer-Krypto-Unternehmen im Vereinigten Königreich gibt.
  • Die Aktion passt zu einer strengeren Durchsetzung im Vorfeld des neuen britischen Kryptoregimes, das am 25. Oktober 2027 vollständig in Kraft tritt.

Die britische Financial Conduct Authority (FCA) hat am Donnerstag drei illegale Peer-to-Peer-Krypto-Standorte in London ins Visier genommen. Die Aufsichtsbehörde tat dies gemeinsam mit HM Revenue & Customs und der Metropolitan Police und verschickte an den drei Adressen Cease-and-Desist-Schreiben, um die Aktivitäten zu stoppen. Die Aktion zeigt, dass die Durchsetzung im Vereinigten Königreich verschärft wird, während die neuen Kryptoregeln näher rücken.

Strengeres Vorgehen in London

Peer-to-Peer-Handel bedeutet, dass Menschen Krypto direkt miteinander kaufen und verkaufen. Nach Angaben der FCA gibt es derzeit keine bei der FCA registrierten Peer-to-Peer-Krypto-Unternehmen im Vereinigten Königreich. Wer außerhalb dieses Registrierungsregimes tätig ist, umgeht nach Einschätzung der Aufsichtsbehörde Kontrollen, die Geldwäsche aufdecken und verhindern sollen.

Das Vorgehen passt zu einer breiteren Verschiebung von Warnungen hin zu aktiver Durchsetzung. Caroline Black, Beraterin bei Gherson Solicitors LLP, sagte, dass dies die zweite koordinierte Durchsetzungsaktion innerhalb von sechs Monaten sei und dass für Betreiber, die ohne die richtige Registrierung handeln, auch strafrechtliche Haftung ein reales Risiko bleibe.

Neue Regeln rücken näher

Die FCA veröffentlichte Anfang dieser Woche außerdem neue Erläuterungen dazu, wie sich das kommende britische Cryptoasset-Regime auf Unternehmen auswirken wird. Diese Guidance betrifft unter anderem die Ausgabe von qualifizierenden Stablecoins, den Betrieb von Krypto-Exchanges, die Vermittlung von Geschäften, die Verwahrung digitaler Assets und Staking. Unternehmen sollten nach Ansicht von Aditya Mittal von Capco zunächst genau prüfen, welche Teile ihrer Aktivitäten unter die Regeln fallen.

Die Antragsphase für Lizenzen läuft vom 30. September bis zum 28. Februar 2027. Der vollständige britische Kryptorahmen tritt am 25. Oktober 2027 in Kraft. Für europäische Krypto-Beobachter ist der Zeitpunkt relevant, weil das Vereinigte Königreich damit klarer abgrenzt, welche Aktivitäten unter Aufsicht stattfinden dürfen und welche nicht.

Was das für den Markt bedeutet

Die Aktion gegen P2P-Standorte zeigt, dass Aufsichtsbehörden nicht nur auf große Krypto-Plattformen schauen, sondern auch auf kleinere Handelsformen, bei denen direkte Transaktionen zwischen Nutzern stattfinden. Für Akteure, die im oder rund um das Vereinigte Königreich aktiv sind, könnte das bedeuten, dass Registrierung, Kundenprüfung und Anti-Geldwäsche-Prozesse schneller zu einer harten Voraussetzung werden. Damit ist es ein Signal, dass der Übergang zu einer strenger regulierten Krypto-Landschaft bereits sichtbar wird, bevor der neue Rahmen vollständig in Kraft ist.


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