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Bitcoin steigt nach Fed-Zinserhöhung und CLARITY-Rückschlag

Der Markt hatte den Schritt der Fed bereits eingepreist, doch das Scheitern des CLARITY Act und Abflüsse aus Spot-Bitcoin- und Ether-ETFs hielten den Druck auf Krypto hoch.

Bitcoin steigt nach Fed-Zinserhöhung und CLARITY-Rückschlag

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die Federal Reserve erhöhte den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte, doch Bitcoin stieg trotzdem, weil der Markt diesen Schritt bereits eingepreist hatte.
  • Bitcoin bewegte sich nach dem Beschluss von etwa $75.350 auf fast $76.500 und schloss bei rund $76.138.
  • Der Kryptomarkt stand auch unter Druck durch den gescheiterten CLARITY Act, mehr als $300 Millionen an Liquidationen und $592 Millionen an ETF-Abflüssen.

Die Federal Reserve hat am Mittwoch den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt angehoben, die erste Erhöhung seit 2023. Bitcoin legte dennoch zu, nachdem der Markt den Schritt bereits seit Tagen eingepreist hatte. Der Kurs fiel kurz vor dem Beschluss auf etwa $75.350 (€65.300) zurück, sprang danach über $76.100 (€66.000) und erreichte später fast $76.500 (€66.300), bevor Bitcoin bei rund $76.138 (€66.000) auskam.

Beschluss war bereits eingepreist

Die Reaktion zeigt vor allem, wie stark Trader bereits auf die Zinsentscheidung positioniert waren. Laut Zins-Futures lag die Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung Stunden vor dem FOMC-Beschluss bei 92,7%. Dadurch kam die offizielle Entscheidung für viele Händler nicht mehr wirklich überraschend.

Das passt zu einem bekannten Muster rund um die Fed. Wer seine Position schon vor der Bekanntgabe anpasst, reagiert auf das Ergebnis selbst oft weniger heftig. In diesem Fall sorgte die erste Bewegung nach dem Beschluss sogar für eine schnelle Erholung bei Bitcoin statt für eine Verkaufswelle.

Mehr als nur die Fed

Die Zinserhöhung war nicht der einzige Faktor, der diese Woche eine Rolle spielte. Bitcoin und XRP standen bereits unter Druck, nachdem der Senat den CLARITY Act nicht weiter vorangebracht hatte. Das Gesetz sollte klarstellen, welche Bundesbehörde die Aufsicht über Krypto übernimmt.

Dieses Scheitern fiel zusammen mit mehr als $300 Millionen (€260 Millionen) an liquidierten Hebelpositionen. Auch die Spot-Bitcoin- und Ether-ETFs verzeichneten am 15. September zusammen $592 Millionen (€513 Millionen) an Abflüssen, den stärksten Abflusstag seit Monaten. Das zeigt, dass der Kryptomarkt nicht nur auf makroökonomische Nachrichten reagiert, sondern auch auf Regulierung und Geldflüsse in Anlageprodukten.

Bedeutung für Krypto

Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem die Kombination aus Fed-Politik und US-Regulierung relevant. Ein höherer Zins kann den Dollar stärken, während unklare Regeln in den USA zusätzliche Unsicherheit rund um Bitcoin, XRP und andere große Tokens aufrechterhalten könnten. Der Markt achtet deshalb nicht nur auf Inflation und Zinsen, sondern auch auf politische Entscheidungen, die direkten Einfluss auf den Krypto-Handel haben.

Auch die nachlassende Korrelation mit Dollar und Aktien spielte im Vorfeld dieses Zinsentscheids bereits eine Rolle. Dort wurde gerade betont, dass Trader ihre Aufmerksamkeit auf die gescheiterte prozedurale Abstimmung über den Clarity Act verlagerten und weniger auf die klassischen Makro-Korrelationen.


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