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FCA senkt Kapitalpuffer für Stablecoins auf 1%

Die britische Aufsichtsbehörde setzt auf ein weniger strenges Regime als MiCA und passt auch die Anforderungen für Krypto-Börsen an. Die neuen Regeln sollen im Oktober 2027 in Kraft treten.

FCA senkt Kapitalpuffer für Stablecoins auf 1%

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die britische FCA senkt den Kapitalpuffer für Stablecoin-Emittenten auf 1% der im Umlauf befindlichen Tokens.
  • Damit wählt die Aufsichtsbehörde einen lockereren Rahmen als das zuvor diskutierte Niveau von 2% und vereinfacht zugleich die Regeln für Krypto-Börsen.
  • Die neuen Krypto-Regeln der FCA sollen im Oktober 2027 in Kraft treten und liegen damit unter dem europäischen MiCA-Standard.

Die britische Financial Conduct Authority (FCA) reduziert den Kapitalpuffer für Stablecoin-Emittenten auf 1% des Werts der im Umlauf befindlichen Tokens. Damit rückt die Behörde von dem zuvor vorgeschlagenen Niveau von 2% ab. Gleichzeitig werden auch die Vorgaben für Krypto-Börsen vereinfacht.

Niedrigerer Puffer für Emittenten

Nach Angaben der FCA soll die Anpassung das Prudential Framework stärker auf größere Emittenten zuschneiden, ohne die Stabilität des Regimes zu schwächen. Den neuen Rahmen stellte die Aufsichtsbehörde am Dienstag vor und betonte dabei, dass die Regeln in der Praxis besser umsetzbar sein sollen.

Bemerkenswert ist vor allem, dass die britische Vorgabe nun unter dem 2%-Äquivalent liegt, das in den europäischen MiCA-Regeln vorgesehen ist. Für Stablecoins ist das relevant, weil Emittenten in mehreren Jurisdiktionen häufig mit unterschiedlichen Kapitalanforderungen und Aufsichtsansätzen arbeiten müssen.

Die Lockerung folgt zudem auf eine frühere Kehrtwende der Bank of England. Diese hatte ihre Pläne aufgegeben, den Besitz von Stablecoins durch Privatpersonen auf 20.000 Pfund beziehungsweise rund $26.500 (€23.200) zu begrenzen. Damit bewegt sich das Vereinigte Königreich in kurzer Zeit weiter in Richtung eines weniger restriktiven Ansatzes für diesen Markt.

Regeln für Krypto-Börsen

Auch für Krypto-Börsen will die FCA den Rahmen vereinfachen. Nach den neuen Vorgaben sollen Handelsplattformen 40% ihres Handelskapitals für mögliche Verluste vorhalten. Zusätzlich gilt ein potenzieller Verlustabschlag von 40% auf den Wert von Sicherheiten bei Krediten oder beim Handel mit anderen Parteien.

Die Aufsichtsbehörde erklärt, dass zentrale Elemente des Regimes einfacher und besser umsetzbar werden sollen. Das fügt sich in einen breiteren Trend ein, bei dem große Finanzmärkte ihre Aufsicht über Krypto schrittweise formalisieren. Stablecoins stehen dabei besonders im Fokus. In der Praxis passt das auch zur wachsenden Bedeutung von Stablecoins bei Zahlungs- und Abwicklungsdiensten, etwa bei der Zusammenarbeit von Circle und Nomura in Japan.

Was das für Europa bedeutet

Für europäische Krypto-Anleger ist vor allem der Vergleich mit MiCA interessant. Sollten die britischen Regeln tatsächlich weniger streng ausfallen als der europäische Standard, könnte das Einfluss darauf haben, wie Emittenten ihre rechtliche und operative Struktur aufsetzen. Die FCA hat außerdem signalisiert, dass die neuen Krypto-Regeln im Oktober 2027 in Kraft treten sollen. Unternehmen hätten damit noch Zeit, ihre Prozesse entsprechend anzupassen.


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