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Französischer Senat unterstützt automatischen Austausch von Krypto-Steuerdaten

Die Maßnahme passt in DAC8 und den OECD-Rahmen CARF, wodurch französische Krypto-Daten künftig auch mit Steuerbehörden außerhalb der EU geteilt werden können.

Französischer Senat unterstützt automatischen Austausch von Krypto-Steuerdaten

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der französische Senat hat einen Gesetzentwurf für den automatischen Austausch von Krypto-Steuerdaten mit ausländischen Steuerbehörden gebilligt.
  • Der Vorschlag fällt unter CARF und DAC8 und betrifft die Weitergabe bereits gemeldeter Daten, nicht neue Krypto-Steuern.
  • Das Gesetz muss noch die Assemblée nationale passieren; Frankreich berät außerdem einen separaten Vorschlag zur Besteuerung bestimmter Stablecoin-Gewinne.

Der französische Senat hat am Dienstag einem Gesetzentwurf zum automatischen Austausch von Steuerdaten zu Krypto-Assets mit ausländischen Steuerbehörden zugestimmt. Der Vorschlag erhielt in erster Lesung grünes Licht und geht nun an die Assemblée nationale weiter. Für französische Kryptobesitzer fügt sich das in eine breitere Bewegung hin zu mehr Transparenz bei Krypto-Einkünften und Transaktionen ein.

CARF und DAC8

Der Gesetzentwurf dreht sich nicht um neue Steuern auf Krypto-Assets, sondern um die Weitergabe von Daten, die Dienstleister bereits melden. Im Kern steht die Zustimmung zu dem multilateralen Abkommen zwischen Steuerbehörden über den automatischen Austausch von Informationen zu Krypto-Assets. Dahinter steckt das Crypto-Asset Reporting Framework, kurz CARF, der OECD, das darauf ausgelegt ist, Ländern einen automatischen Austausch von Steuerinformationen über Krypto zu ermöglichen.

Frankreich hatte die Meldepflichten bereits zuvor mit dem Finanzgesetz 2025 verschärft und damit die EU-Richtlinie DAC8 umgesetzt. Diese Regeln verpflichten Krypto-Dienstleister dazu, Identitäten und Transaktionsdaten von Kunden an die Steuerbehörde zu übermitteln, die die Informationen anschließend mit dem Land teilen kann, in dem der Nutzer wohnt. In der Praxis bedeutet das, dass Daten aus einer Krypto- Wallet oder einer Exchange nicht nur national bleiben, sondern über feste Meldewege weiter verbreitet werden können.

Mehr Daten über die Grenze hinweg

Der neue Schritt ist vor allem deshalb relevant, weil der Austausch künftig nicht nur innerhalb der EU laufen soll. Dem Gesetzentwurf zufolge können die Daten auch automatisch an Steuerbehörden außerhalb der Union gehen, solange diese an dem OECD-Abkommen teilnehmen. Damit schließt sich Frankreich einem internationalen System an, das darauf abzielt, Krypto-Einkünfte für Steuerbehörden besser sichtbar zu machen.

Für europäische Krypto-Nutzer ist das relevant, weil die Regeln immer stärker aufeinander abgestimmt werden. Die Europäische Kommission arbeitet außerdem an einer zentralen Speicherstelle für Krypto-Meldungen, damit Mitgliedstaaten ihre Steuerpflichtigen an einem Ort abfragen können. Das macht es für nationale Steuerbehörden einfacher, Daten zu vergleichen, ohne dass dem sofort neue Regeln für Anleger gegenüberstehen.

Noch kein endgültiges Gesetz

Das Gesetz ist noch nicht endgültig. Zuerst muss sich die Assemblée nationale damit befassen, und es ist noch nicht bekannt, wann das passiert oder ob die Kammer Änderungen vornehmen wird. Gleichzeitig berät das französische Parlament bereits über ein breiteres Steuerpaket, in dem auch ein Vorschlag liegt, Gewinne aus der Umwandlung in bestimmte Fiat-Stablecoins ab dem 1. Januar 2027 steuerpflichtig zu machen. Auch dieser Vorschlag ist noch kein Gesetz.


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