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Indien warnt 15 Krypto-Exchanges wegen AML-Regeln

FIU-IND richtet sich gegen Plattformen wie Weex, Blofin und WhiteBIT, die indische Kunden ohne Registrierung bedienen. Der Schritt passt zu Indiens strengerer AML-Durchsetzung gegen Offshore-Exchanges.

Indien warnt 15 Krypto-Exchanges wegen AML-Regeln

Wichtigste Erkenntnisse

  • Indiens FIU-IND hat 15 Offshore-Krypto-Exchanges eine Non-Compliance-Mitteilung wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Anti-Geldwäsche-Regeln geschickt.
  • Die genannten Plattformen bedienen indische Kunden ohne vorgeschriebene Registrierung, die seit März 2023 für Anbieter mit indischen Nutzern gilt.
  • Die Aufsichtsbehörde warnt auch vor Krypto-Produkten und NFTs, die nach Ansicht Indiens unreguliert und sehr risikoreich sind.

Indiens Finanzermittlungsdienst hat 15 Offshore-Krypto-Exchanges gerügt, weil sie nach Ansicht der Aufsichtsbehörde die Anti-Geldwäsche-Regeln nicht einhalten. Die Financial Intelligence Unit-India, kurz FIU-IND, verschickte am Dienstag Non-Compliance-Mitteilungen nach Section 13 des Prevention of Money Laundering Act an kleine und mittelgroße Anbieter, die für indische Kunden aktiv sind.

Welche Plattformen genannt werden

In der offiziellen Mitteilung werden Weex, Blofin, Rezorex, Bitunix, DigiFinex, Toobit, XT.com, Latoken, WOO X, Pionex, ChangeNow, SimpleSwap, Fixedfloat, WhiteBIT und Guardarian als Verstöße genannt. Nach Angaben der FIU-IND handelt es sich um Anbieter, die Dienste ohne Registrierung bei der Aufsichtsbehörde anbieten, obwohl das für alle verpflichtend ist, die indische Kunden bedienen, auch wenn das Unternehmen kein Büro in Indien hat.

Diese Registrierungspflicht gilt seit März 2023. Krypto-Plattformen müssen seitdem dieselben Anti-Geldwäsche-Regeln einhalten wie Banken. Dazu gehört unter anderem, dass sie Kundendaten erfassen, Nutzer verifizieren und verdächtige Transaktionen an die Regierung melden.

Strengere Aufsicht in Indien

Die Maßnahme passt in eine breitere Linie strengerer Aufsicht. Im März 2026 erließ die FIU-IND bereits Blocking Orders gegen ähnliche Offshore-Plattformen, und zuvor wurden auch große Namen wie Binance, Kraken und KuCoin ins Visier genommen. Binance registrierte sich später bei der Einheit und zahlte eine Geldstrafe von INR 18,82 crore wegen AML-Verstößen.

Die Aufsichtsbehörde warnte außerdem indische Nutzer vor Krypto-Produkten und NFTs. Nach Angaben der FIU-IND sind diese unreguliert und können sehr risikoreich sein, mit möglicherweise keinem regulatorischen Weg für Verluste. Das passt zur breiteren Haltung der indischen Behörden, die schon länger auf die Risiken von Krypto-Assets hinweisen und mehr Kontrolle über Handelsströme wollen.

Warum das auch außerhalb Indiens zählt

Für europäische Krypto-Leser ist vor allem relevant, dass Indien immer härter gegen Plattformen vorgeht, die ohne Registrierung grenzüberschreitend Kunden bedienen. Das betrifft nicht nur Exchanges, sondern auch die Art und Weise, wie Stablecoins und andere Token über ausländische Wege bewegt und umgewandelt werden. Die Kombination aus Durchsetzung, Meldepflichten und möglichen Blockaden zeigt, dass Aufsichtsbehörden weltweit mehr Druck auf Krypto-Unternehmen ausüben, die außerhalb ihres eigenen Rechtsraums aktiv sind. Auch anderswo setzen Behörden auf einen härteren Kurs: Australien hat kürzlich Dutzende Anbieter aus den Registern gestrichen nach Compliance-Problemen und Sorgen über Geldwäscherisiken.


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