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Jason Calacanis warnt vor Bitcoin-Rückgang auf 57.000 Dollar

Der Silicon-Valley-Investor verweist auf schwache ETF-Ströme und nennt Bitcoin ein „dead network“, während der Markt weiter zwischen Erholung und weiterem Rückgang gespalten bleibt.

Jason Calacanis warnt vor Bitcoin-Rückgang auf 57.000 Dollar

Wichtigste Erkenntnisse

  • Jason Calacanis erwartet, dass Bitcoin innerhalb von 12 Monaten auf 57.000 Dollar fallen könnte, und sieht kein neues Allzeithoch mehr.
  • Er nannte Bitcoin ein „dead network“ und rief Anleger dazu auf, zu verkaufen und zu „Super Intelligence“ zu wechseln.
  • Der Markt bleibt gespalten: Bitcoin fiel deutlich, während Spot-Bitcoin-ETFs zuletzt sowohl Abflüsse als auch eine Erholung der Zuflüsse zeigten.

Jason Calacanis hat die Kryptomärkte erneut mit einer düsteren Prognose für Bitcoin unter Druck gesetzt. Der Silicon-Valley-Investor sagte am Dienstag, der Kurs könne innerhalb von 12 Monaten auf 57.000 Dollar (50.900 Euro) sinken, fast 29 % unter dem damaligen Preis von 79.774 Dollar (71.300 Euro). Seiner Ansicht nach wird es für Bitcoin sogar kein neues Allzeithoch mehr geben.

Neue Warnung für Bitcoin

Calacanis ist in der Tech-Welt kein Unbekannter. Er unterstützte früh Unternehmen wie Uber und Robinhood und ist Mitmoderator des einflussreichen All-In-Podcasts. Sein früher Rat aus Juni 2023, auf KI umzuschwenken, war im Nachhinein gut getimt, auch wenn das kein Beleg dafür ist, dass seine Bitcoin-Erwartung jetzt ebenfalls eintritt.

Er schrieb, dass ein „brutal year for Bitcoin“ gerade erst begonnen habe, und rief Anleger dazu auf, Bitcoin zu verkaufen und zu „Super Intelligence“ zu wechseln. In seinen Worten ist Bitcoin ein „dead network“. Das ist eine deutliche Aussage, doch der Markt zeigt tatsächlich, dass die Münze in den vergangenen Monaten stark zurückgefallen ist.

Markt bleibt gespalten

Bitcoin liegt etwa 37 % unter dem Hoch von Oktober 2025, als der Kurs fast 126.200 Dollar (112.800 Euro) erreichte. Auch der breitere Kryptomarkt war in diesem Jahr von starken Schwankungen geprägt, während Spot-Bitcoin-ETFs in den Vereinigten Staaten am 22. und 23. Oktober zusammen rund 773 Millionen Dollar (691 Millionen Euro) an Abflüssen verzeichneten. Glassnode schätzt, dass diese Fonds ihre Positionen im Schnitt bei etwa 81.500 Dollar (72.800 Euro) aufgebaut haben, was den Druck auf die aktuellen Kurse erhöht.

Gleichzeitig erholten sich die Zuflüsse in diese ETFs am 26. Oktober wieder um rund 110 Millionen Dollar (98,3 Millionen Euro). Das zeigt, dass die institutionelle Nachfrage noch nicht vollständig verschwunden ist. Der Markt bleibt damit gespalten zwischen Akteuren, die weitere Schwäche erwarten, und Anlegern, die gerade Raum für eine Erholung sehen.

Bedeutung für Europa

Die Debatte um Bitcoin dreht sich nicht nur um ein Kursziel, sondern auch um die Frage, wie viel Unterstützung die Münze noch von professionellen Anlegern bekommt. In den vergangenen Jahren haben ETF-Ströme eine größere Rolle für die Stimmung rund um Bitcoin gespielt, weshalb schon wenige Tage mit starken Abflüssen oder Zuflüssen viel Aufmerksamkeit bekommen. Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem relevant, weil solche Signale oft schnell auf die breitere Marktstimmung durchschlagen, auch außerhalb der Vereinigten Staaten. Auch die technische Unterstützung am 50-Wochen-Durchschnitt bleibt dabei ein wichtiger Gradmesser für Händler, die einschätzen wollen, ob die jüngste Schwäche anhält oder sich wieder abschwächt.


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