Kalshi und Polymarket verzeichnen erstmals seit einem Jahr einen Volumenrückgang
Nach einem Sommerhoch durch die WM ging das gemeinsame Volumen von Kalshi und Polymarket im August wieder zurück. Gleichzeitig nehmen die Klagen von US-Bundesstaaten gegen Sportkontrakte zu.

Wichtigste Erkenntnisse
- Kalshi und Polymarket verzeichneten im August erstmals seit einem Jahr einen Rückgang ihres gemeinsamen Handelsvolumens auf $45,33 Milliarden.
- Kalshi verarbeitete $37,17 Milliarden, während Polymarket und seine US-Plattform zusammen auf $8,16 Milliarden kamen.
- US-Aufsichtsbehörden setzen beide Plattformen unter Druck, während Kalshi im Sportbereich mit einem Deal rund um die U.S. Open weiter expandiert.
Kalshi und Polymarket verzeichneten im August erstmals seit einem Jahr einen Rückgang ihres gemeinsamen Handelsvolumens. Daten von The Block zufolge lag das Gesamtvolumen bei $45,33 Milliarden (€39,1 Milliarden), 14,5 % niedriger als im Juli, nach einem starken Sommer, in dem die WM die Aktivität auf prediction markets antrieb.
Kalshi bleibt mit Abstand der größte
Kalshi verarbeitete im August $37,17 Milliarden (€32,1 Milliarden), ein Rückgang von 7,3 % gegenüber den $40,1 Milliarden (€34,6 Milliarden) im Juli. Polymarket und seine US-Plattform kamen zusammen auf $8,16 Milliarden (€7 Milliarden), ein Minus von 36,7 % gegenüber $12,89 Milliarden (€11,1 Milliarden) einen Monat zuvor.
Trotz dieses Rückgangs lag das Gesamtvolumen weiterhin deutlich über Mai, als die Plattformen zusammen $25,66 Milliarden (€22,1 Milliarden) verzeichneten. Das zeigt, wie stark die Sommermonate waren, auch wenn der Höhepunkt im August nach dem Anstieg rund um die WM, die vom 11. Juni bis 19. Juli lief, deutlich zurückging.
Mehr Druck von Aufsichtsbehörden
Gleichzeitig stehen beide Plattformen immer häufiger unter Druck von US-Aufsichtsbehörden. Mehr als ein Dutzend Bundesstaaten haben Vollstreckungsmaßnahmen eingeleitet oder Klagen gegen Kalshi und Polymarket eingereicht, vor allem im Zusammenhang mit Sportkontrakten.
Connecticut reichte erst vorige Woche eine Klage ein, um Kalshi daran zu hindern, Sportkontrakte anzubieten. Das passt in einen breiteren Rechtsstreit, der seit Monaten läuft, und zeigt, dass der Markt für prediction markets in den USA nicht nur wächst, sondern auch immer genauer unter die Lupe genommen wird. In Nevada musste sich Kalshi zuvor bereits mit einem ungünstigen Urteil zu Sportkontrakten auseinandersetzen, was die rechtliche Unsicherheit weiter erhöht hat.
Sport bleibt wichtig für Kalshi
Kalshi baut derweil gerade im Sportbereich weiter aus. Das Unternehmen schloss kürzlich einen Deal mit der U.S. Tennis Association und wurde damit exklusiver prediction-market-Partner der U.S. Open, deren Hauptturnier am 30. August begann.
Außerdem ergriff Kalshi diese Woche eine auffällige Maßnahme und sperrte den ehemaligen US-Kongressabgeordneten George Santos dauerhaft von der Plattform. Er hatte gegen die Regeln verstoßen, indem er auf seine Anwesenheit bei der State of the Union wettete, und erhielt zusätzlich eine Geldstrafe von mehr als $71.000 (€61.300).