Kalshi untersucht frühe Wetten auf Trumps Wahl von Zacharia
Kalshi prüft, ob drei kleine Wetten auf Katie Zacharia schon vor der Bekanntgabe platziert wurden. Der Fall rückt die Aufsichtsfragen der CFTC rund um Prediction Markets erneut in den Fokus.

Wichtigste Erkenntnisse
- Kalshi untersucht drei kleine Wetten auf Katie Zacharia als Pressesprecherin von Donald Trump, die platziert wurden, bevor ihre Ernennung bekannt wurde.
- Die Einsätze kosteten zusammen weniger als 175 Dollar und könnten zusammen mehr als 9.500 Dollar auszahlen.
- Der Fall verstärkt die Sorgen über mögliche Insiderinformationen und die Aufsicht über Prediction Markets.
Kalshi untersucht drei kleine Wetten auf Katie Zacharia als neue Pressesprecherin von Donald Trump. Diese Wetten wurden bereits platziert, bevor ihre Ernennung bekannt wurde. Die Einsätze kosteten zusammen weniger als 175 Dollar (156 Euro) und könnten mehr als 9.500 Dollar (8.480 Euro) auszahlen. Damit rücken die Fragen zur Integrität von Prediction Markets erneut in den Vordergrund.
Frühe Wetten fallen auf
Laut öffentlichen Kalshi-Daten wurde die erste Wette über 19 Dollar (17 Euro) am Donnerstag gegen 22.43 Uhr ET platziert. Dieser Einsatz könnte 1.896 Dollar (1.690 Euro) einbringen. Zwei weitere Wetten über rund 74 Dollar (66 Euro) und 80 Dollar (71 Euro) folgten am Freitag gegen 13.41 Uhr ET und könnten jeweils 3.689 Dollar (3.290 Euro) und 4.023 Dollar (3.590 Euro) auszahlen.
Zu diesem Zeitpunkt wurde Zacharia von Bettorinnen und Bettoren noch als Chance von etwa 1 Prozent gesehen. Rund 20 Minuten später begannen The New York Times und andere Medien über die Wahl zu berichten, woraufhin Trump die Ernennung auf Truth Social bestätigte. Kalshi sagt, dass keine Namen von Tradern öffentlich angezeigt werden, bewahrt aber Aufzeichnungen darüber auf, wer jede Wette platziert hat.
Mehr Aufsicht über Prediction Markets
Kalshi ist ein Prediction Market, der unter Aufsicht der Commodity Futures Trading Commission, der CFTC, steht. Nutzer kaufen Kontrakte auf reale Ereignisse, wobei jeder Kontrakt 1 Dollar (0,89 Euro) auszahlt, wenn das Ereignis eintritt. Deshalb kostet eine Wahrscheinlichkeit von 1 Prozent ungefähr 1 Cent.
Der Fall passt in eine breitere Debatte über Handel mit möglicher Insiderinformation auf solchen Plattformen. Im Februar 2026 betonte die CFTC in einem Advisory noch, dass sie weiterhin befugt sei, Insiderhandel und Betrug in Prediction Markets zu verfolgen. Auch zuvor stand Kalshi bereits unter genauer Beobachtung, unter anderem nach einem Vergleich im August 2025 mit Gabriel Perez, einem ehemaligen Teleprompter-Operator des Weißen Hauses. Die Aufsichtsbehörde hat außerdem bereits gewarnt, dass Mention Markets besonders anfällig für Manipulation sind.
Bedeutung für Europa
Für europäische Krypto-Leser ist das vor allem relevant, weil Prediction Markets zunehmend neben Krypto-Plattformen als neue Form der Spekulation auf reale Ereignisse beobachtet werden. Wenn Aufsichtsbehörden genauer auf Handel mit nicht-öffentlichen Informationen schauen, könnte das Folgen dafür haben, wie diese Märkte genutzt und reguliert werden. Es zeigt auch, dass die Grenze zwischen kryptoähnlichen Handelsprodukten und klassischen Aufsichtsfragen immer kleiner wird.