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MetaMask startet Money Account mit Stablecoin-Rendite

Das self-custodial Konto basiert auf mUSD und verbindet Stablecoin-Rendite mit Zahlungen über die MetaMask Card. Consensys positioniert die Wallet damit als umfassende Finanzplattform.

MetaMask startet Money Account mit Stablecoin-Rendite

Wichtigste Erkenntnisse

  • MetaMask hat Money Account gestartet, ein self-custodial Produkt für Stablecoin-Rendite, Zahlungen und Trading.
  • Das Konto läuft auf Monad und nutzt mUSD; Einzahlungen können über Lending-Protokolle bis zu 4% jährliche Rendite bringen.
  • Nutzer können ihr Guthaben direkt über die MetaMask Card ausgeben und für Swaps, Futures und Prediction Markets nutzen.

MetaMask hat mit dem Money Account ein neues self-custodial Produkt vorgestellt, das Stablecoin-Rendite, Zahlungen und Trading in einer Anwendung zusammenführt. Damit greift das Krypto-Unternehmen einen breiteren Trend auf: Wallet-Anbieter entwickeln sich zunehmend zu vollwertigen Finanzplattformen und nicht mehr nur zu reinen Aufbewahrungsorten für Tokens.

Geld in der Wallet arbeiten lassen

Hinter dem Angebot steht Consensys, die Muttergesellschaft von MetaMask. Der Money Account läuft auf der Monad-Blockchain. Nutzer können auf Stablecoin-Guthaben Rendite erzielen und dieselben Mittel anschließend über die MetaMask Card bei Händlern einsetzen, die Mastercard akzeptieren.

Im Zentrum steht mUSD, der an den US-Dollar gekoppelte hauseigene Stablecoin von MetaMask. Nach der Anmeldung können Nutzer laut Unternehmen eine variable jährliche Rendite von bis zu 4% erhalten, weil Einzahlungen automatisch an dezentrale Lending-Protokolle wie Morpho weitergeleitet werden. Integrationen mit Aave sind ebenfalls geplant. Consensys betont, dass Nutzer ihre Assets während des gesamten Prozesses selbst kontrollieren.

Mehr als nur Aufbewahrung

MetaMask verweist darauf, dass der Stablecoin-Markt inzwischen auf mehr als $320 Milliarden (€281 Milliarden) angewachsen ist. Parallel dazu gewinnen krypto-gestützte Zahlungskarten an Bedeutung, weil Anbieter Onchain-Assets stärker mit alltäglichen Ausgaben verknüpfen wollen. Genau an diesem Punkt setzt der Money Account an, indem er Sparen, Bezahlen und Handeln enger miteinander verbindet.

Anders als bei klassischen DeFi-Renditeprodukten müssen Nutzer ihre Funds nicht manuell zwischen einzelnen Apps oder Lending-Protokollen verschieben. Innerhalb von MetaMask lässt sich das Guthaben laut Unternehmen auch direkt für Token-Swaps, Perpetual Futures und Prediction Markets einsetzen, ohne dass zusätzliche Transfers nötig sind.

Die Einführung solcher Produkte passt auch in die breitere Debatte über Stablecoin-Rendite. In den USA hat das bereits politischen Druck rund um Stablecoin-Belohnungen ausgelöst, weil traditionelle Banken befürchten, dass Krypto-Apps Einlagen mit zinsähnlichen Rewards abziehen.

Relevanz für europäische Nutzer

Für europäische Krypto-Nutzer zeigt der Start, wie Wallets immer mehr Funktionen eines Bankkontos übernehmen wollen, allerdings in einem self-custodial Modell. Das dürfte vor allem für die Nutzung von Stablecoins im Zahlungsverkehr und für den Wettbewerb zwischen Wallet-Anbietern relevant sein, gerade weil der Markt für Onchain-Finanzdienste weiter reift.

Joe Lubin, Gründer und CEO von Consensys sowie Mitgründer von Ethereum, sagte, Nutzer hätten ihr Vermögen zwar bereits in MetaMask aufgebaut, es dort bislang aber nicht arbeiten lassen können. Mit Money Account ändere sich das, so Lubin: Das Guthaben beginne direkt nach der Einzahlung Rendite zu erwirtschaften und könne bei Bedarf unmittelbar ausgegeben werden.


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