NBA schließt Prediction-Markets-Deal mit CFTC und Kalshi
Die NBA will über Kalshi und Polymarket unter CFTC-Aufsicht an Sportkontrakten arbeiten, während in den USA der Streit um die Regulierung von Prediction Markets an Fahrt gewinnt.

Wichtigste Erkenntnisse
- Die NBA hat eine Vereinbarung mit der CFTC geschlossen und Kooperationen mit Kalshi und Polymarket rund um Prediction Markets angekündigt.
- Kalshi wird Integritätsdaten teilen, verdächtigen Handel melden, und Spieler sowie Teammitarbeiter dürfen nicht in NBA-Event Contracts handeln.
- Der Schritt verschärft die Spannungen zwischen Bundes- und Landesregeln, während sich die NFL von einer vergleichbaren Vereinbarung abgrenzt.
Die NBA hat eine Vereinbarung mit der US-amerikanischen Derivateaufsicht CFTC geschlossen und zugleich Kooperationen mit Kalshi und Polymarket angekündigt. Damit bewegt sich eine der größten US-Sportligen weiter in Richtung Prediction Markets, während sich die NFL von einer solchen Vereinbarung abgrenzt.
Vereinbarung mit der Aufsicht
Die Basketballliga unterzeichnete ein Memorandum of Understanding mit der Commodity Futures Trading Commission, die die Aufsicht über Börsen führt, auf denen Event Contracts gehandelt werden. Dabei handelt es sich um einfache Ja-oder-Nein-Kontrakte, die in diesem Markt oft rund um Sportergebnisse und andere Ereignisse eingesetzt werden.
Laut der NBA enthält die Vereinbarung Einschränkungen, die dazu dienen sollen, die Integrität dieser Art von Wetten zu schützen. Die Liga sagte außerdem, die Zusammenarbeit mit den Plattformen sei als Weg angelegt, um konstruktiv mit Aufsichtsbehörden und Anbietern zusammenzuarbeiten.
Kalshi teilte außerdem mit, dass das Unternehmen mit der NBA Integritätsdaten teilen, verdächtigen Handel melden und bei Untersuchungen mitwirken werde. Die Vereinbarung enthält laut der Plattform auch Einschränkungen für zulässige Märkte und ein ausdrückliches Verbot für Spieler und Teammitarbeiter, in NBA-Event Contracts zu handeln.
Mehr Druck auf Prediction Markets
Der Schritt der NBA kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Prediction Markets in den USA juristisch unter Druck stehen. Mehrere Bundesstaaten sind der Ansicht, dass diese Art des Handels unter ihre eigene Glücksspielgesetzgebung fällt, während die CFTC zugleich mehr bundesweite Zuständigkeit für sich beansprucht. Im Juni 2026 schlug die Aufsichtsbehörde bereits Regeln vor, um Prediction Markets wie Kalshi und Polymarket offiziell zu erlauben, landesweite Sportkontrakte anzubieten.
Auch die NFL verfolgt einen anderen Kurs. Die Liga hat sich in einem Verfahren vor dem Supreme Court auf die Seite der Bundesstaaten gestellt und argumentiert, dass die bundesweite Kontrolle durch die CFTC zu schwach und personell zu dünn besetzt sei. Für europäische Krypto-Leser ist das vor allem relevant, weil Prediction Markets zunehmend als Schnittstelle zwischen Finanzhandel, Sportwetten und regulierten Börsen gesehen werden.
Der Rechtsstreit um Kalshi spielt dabei schon länger eine Rolle. In einem jüngeren Fall zu Sportkontrakten entschied ein Richter erneut über die Frage, ob solche Produkte unter Bundes- oder Landesrecht fallen, was die Unsicherheit rund um den Markt weiter vergrößerte.
Bedeutung für den Markt
Der Fall zeigt, wie schnell sich Prediction Markets zu einem eigenen Segment innerhalb des breiteren Kryptomarkts und des US-Derivatemarkts entwickeln. Für Anbieter wie Kalshi und Polymarket geht es dabei nicht nur um Sport, sondern auch um die Frage, welche Aufsichtsbehörde am Ende die Regeln festlegt. Das könnte wichtig sein für die Art und Weise, wie diese Plattformen künftig operieren und welche Produkte sie anbieten dürfen.