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Brauchen chinesische Bürger den E-Yuan?

China verteilt fast 30 Millionen US-Dollar in E-Yuan, um CBDC zu fördern.

Brauchen chinesische Bürger den E-Yuan?

China verteilt fast 30 Millionen US-Dollar in E-Yuan, um die CBDC zu fördern. Bisher ist die Nutzung jedoch begrenzt.

Um den Frühlingsbeginn zu feiern, verteilten mehrere Städte in China die nationale Digitale Währung der Zentralbank (CBDC) E-Yuan. Insgesamt verteilten die Gemeinden mehr als 180 Millionen E-Yuan an die Bevölkerung (das entspricht etwa 26,52 Millionen US-Dollar). Das geht aus einem Bericht der chinesischen Tageszeitung Global Times hervor. Regionale Behörden starteten 200 verschiedene Aktionen in Form von Subventionen und Konsumgutscheinen, um die Adoption unter den Bürgern zu fördern.

Allein die Metropole Shenzhen soll dabei mehr als 100 Millionen E-Yuan an die Einwohner der Stadt ausgegeben haben. Es ist das erste Mal, dass China seine eigene CBDC seit den Lockerungen im Land verbreitet. Shenzhen verteilte zuletzt im Mai letzten Jahres E-Yuan.

E-Yuan, eine Pleite in China?

Obwohl die Veranstalter die Promotionsaktivitäten als „Erfolg“ sehen, schätzen Beobachter die Adoption durch die Bevölkerung als deutlich gering ein. So berichtete ein ehemaliger Mitarbeiter der People's Bank of China (PBOC) dem Nachrichtenportal Caixin, dass er mit der bisherigen Nutzung enttäuscht sei.

Dr. Jonas Gross sieht die Probleme im Mangel an Vorteilen, die der E-Yuan über digitale Zahlungsoptionen Dritter bietet. "Warum sollte eine CBDC als Zahlungsmittel verwendet werden, wenn es in China bereits effizientere, kostengünstigere und praktischere Anbieter gibt, wie WeChat Pay oder Alipay?" sagte der Vorsitzende der Digital Euro Association. Die Europäische Zentralbank (EZB), die ebenfalls an einer digitalen Alternative zum Euro arbeitet, könnte hier wichtige Lehren für ihr eigenes Projekt ziehen, fuhr Gross fort.

China steht jedoch nicht allein in der geringen Adoption. Auch in Nigeria ist die Adoption des e-Naira durch die Bevölkerung bisher begrenzt geblieben. Infolge dessen hat die Zentralbank die Nutzung von Bargeld eingeschränkt. Dadurch wanderten die Bürger zunehmend zu Bitcoin ab, was zu BTC-Preisen von 60.000 US-Dollar an einzelnen P2P-Börsen führte. Und auch in China bleibt die Kryptoaktivität trotz Verbot hoch.


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