Finst

Pons treibt Robinhood Chain zu Millionen an Gebühren

Pons dominiert den Memecoin-Handel auf Robinhood Chain und übertrifft innerhalb von 24 Stunden sogar die Gebühren von Robinhood Chain selbst. Die App basiert auf Token-Erstellung, Trading und PONS-Buybacks.

Pons treibt Robinhood Chain zu Millionen an Gebühren

Wichtigste Erkenntnisse

  • Pons generierte in 24 Stunden fast 5,95 Millionen Dollar an Gebühren und lag damit auf Platz vier unter den von DefiLlama verfolgten Protokollen.
  • Am 2. September wurden über Pons fast 25.000 neue Tokens gestartet, bei einem 24-Stunden-Handelsvolumen von 544 Millionen Dollar.
  • Robinhood Chain zieht vor allem Memecoin-Aktivität an, während Robinhood selbst betont, dass Chain-Aktivität nicht eins zu eins mit dem Unternehmensumsatz gleichzusetzen ist.

Pons, die App, mit der Nutzer auf Robinhood Chain selbst Tokens erstellen und handeln können, hat innerhalb von 24 Stunden fast 6 Millionen Dollar (5,2 Millionen Euro) an Gebühren generiert. Damit lag die Memecoin-App vor Plattformen wie Pump und Hyperliquid und sogar vor den Gebühren von Robinhood Chain selbst. Die Zahlen zeigen, dass eine unerwartete Ecke der neuen Blockchain in kurzer Zeit einen großen Teil der Aktivität übernommen hat.

Gebühren steigen stark an

Laut DefiLlama nahm Pons in den vergangenen 24 Stunden rund 5,95 Millionen Dollar (5,1 Millionen Euro) an Gebühren ein. Das reichte für Platz vier unter den Protokollen, die der Datendienst verfolgt, hinter Tether, Uniswap und Circle. Pump kam auf 4,64 Millionen Dollar (4 Millionen Euro), während Robinhood Chain selbst rund 4 Millionen Dollar (3,4 Millionen Euro) an Gebühren verzeichnete und Hyperliquid bei etwa 2 Millionen Dollar (1,7 Millionen Euro) hängen blieb.

Der Anstieg fiel mit einem deutlichen Plus bei der Memecoin-Aktivität im Netzwerk zusammen. Am 2. September wurden über Pons fast 25.000 neue Tokens gestartet, fast 19% mehr als einen Tag zuvor. Das 24-Stunden-Handelsvolumen lag bei 544 Millionen Dollar (468 Millionen Euro). Seit dem Start im Juli wurden über die Plattform rund 646.000 Tokens von mehr als 167.000 einzigartigen Creator-Adressen erstellt.

Warum Pons so schnell wächst

Pons funktioniert wie eine Art Token-Fabrik. Nutzer wählen einen Namen und ein Symbol, zahlen rund 1 Dollar (0,86 Euro), um einen Token zu erstellen, und können ihn danach nahezu sofort auf Robinhood Chain handeln. Die App verdient anschließend an jedem Trade mit, wobei ein Teil an das Protokoll und ein Teil an die Ersteller des Tokens geht.

Die technischen Dokumente des Projekts sagen außerdem, dass ein großer Teil der Einnahmen genutzt wird, um PONS-Tokens zurückzukaufen und zu vernichten. Onchain-Daten zeigen, dass bereits etwa 293 Millionen PONS, also 29% des ursprünglichen Angebots, aus dem Umlauf genommen wurden. Das hilft zu erklären, warum der Token innerhalb einer Woche um etwa 300% gestiegen ist.

Der Memecoin-Handel auf Robinhood Chain ist zudem breit über mehrere Launchpads verteilt. Ende Juli war bereits zu sehen, dass Memecoins einen großen Teil des DEX-Volumens im Netzwerk ausmachen, und Pons ist inzwischen einer der wichtigsten Akteure in diesem Wettbewerb. Neben Pons sind auch Pools.trade und hood.fun in demselben Markt aktiv.

Was das über Robinhood aussagt

Robinhood hat seine Chain im Juli mit tokenisierten Aktien als Aushängeschild gestartet, doch die Praxis zeigt inzwischen etwas anderes. Die erste große Nutzungswelle kommt vor allem von Memecoins und von Nutzern erstellten Tokens. Für europäische Krypto-Nutzer ist das relevant, weil es zeigt, wie schnell eine neue Chain ein eigenes Nutzungsmuster entwickeln kann, losgelöst von den ursprünglichen Produktplänen.

Dieses Muster passt zur breiteren Entwicklung im Netzwerk, wo tokenisierte Aktien zwar wachsen, aber weiterhin von Memecoins und Stablecoins überlagert werden. Robinhood selbst betont allerdings, dass Chain-Aktivität nicht eins zu eins mit dem Unternehmensumsatz gleichzusetzen ist. CFO Shiv Verma sagte zuvor, das Unternehmen verdiene pro Transaktion nur einige Basispunkte und teile etwa die Hälfte davon mit Arbitrum. Robinhood-Aktien schlossen am Mittwoch 3,4% höher bei 106,99 Dollar (92 Euro) und legten am Donnerstag weiter zu, während sich Bitcoin in Richtung 80.000 Dollar (68.900 Euro) bewegte.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.