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USA beschlagnahmen 560.000 Dollar an Krypto im Hamas-Fall

Das FBI übernahm auch Domains und Server von Alqassam.ps, damit weitere Kryptospenden abgefangen werden konnten. Der Fall passt in das US-Vorgehen gegen Terrorismusfinanzierung über Wallets, Chats und Websites.

USA beschlagnahmen 560.000 Dollar an Krypto im Hamas-Fall

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die US-Behörden beschlagnahmten mehr als 560.000 Dollar an Krypto, das nach ihren Angaben für Hamas bestimmt war.
  • Das FBI übernahm Domains und Server, die für Fundraising und die Anwerbung von Unterstützern genutzt wurden.
  • Ermittler verfolgten wechselnde Krypto-Adressen und ordneten sie einem System zu, das seit Oktober 2024 mehr als 1,5 Millionen Dollar bewegt hat.

Das amerikanische Justice Department sagt, dass es mehr als 560.000 Dollar (483.700 Euro) an Krypto beschlagnahmt hat, das für Hamas bestimmt gewesen sein soll. Gleichzeitig übernahm das FBI Domains und Server, die genutzt wurden, um Geld zu sammeln und Unterstützer zu werben.

Krypto und Websites

Laut der Mitteilung vom Mittwoch geht es um fünf Affidavits. Drei davon, datiert auf den 25. März, 25. Juni und 10. Oktober 2025, gehören zu den Krypto-Warrants, die zusammen für die 560.000 Dollar (483.700 Euro) stehen. Zwei weitere Dokumente vom 29. Juli und 18. August 2026 betreffen die Beschlagnahmung der Infrastruktur.

Die Ermittler nutzten menschliche Quellen, um wechselnde Krypto-Adressen zu identifizieren und zu verfolgen. Diese Adressen wurden über einen verschlüsselten Gruppenchat und eine Fundraising-Website beworben, wie aus den Gerichtsunterlagen hervorgeht. Die erste Maßnahme brachte rund 201.400 Dollar (174.000 Euro) aus Wallets und Konten ein, die nach Angaben der Behörden mit einem System verbunden waren, das seit Oktober 2024 mehr als 1,5 Millionen Dollar (1,3 Millionen Euro) bewegt hatte.

Alqassam.ps unter Kontrolle

Das FBI übernahm auch Domains und Server, die für die Hauptseite Alqassam.ps genutzt wurden. Dadurch konnte die Behörde weitere Kryptospenden abfangen. Das Ministerium sagt, dass die Operation auch Informationen über Tausende Menschen lieferte, die Kontakt zu Hamas-bezogenen Plattformen suchten, um per Krypto oder über traditionelle Zahlungsmethoden zu spenden.

Hamas nutzt Kryptospenden seit Jahren, um Geld zu sammeln. Laut früheren Meldungen geschah das seit Anfang 2019 unter anderem über Telegram, wo Anonymität und schwer nachverfolgbare Zahlungen betont wurden. Das macht solche Fälle auch für europäische Leser relevant, weil Strafverfolgungsbehörden digitale Geldströme und Online-Kanäle immer häufiger gleichzeitig zu bekämpfen versuchen.

Breiteres Vorgehen gegen Finanzierung

Die Aktion passt in ein breiteres Vorgehen der US-Behörden gegen Terrorismusfinanzierung. Dabei richten sie sich nicht nur gegen Wallets und Transaktionen, sondern auch gegen Websites, Chats und andere Online-Kanäle, die für Anwerbung und Spenden genutzt werden. Der Fall zeigt auch, dass Blockchainanalyse ein immer wichtigeres Werkzeug wird, um Geldströme nachzuverfolgen, die über Krypto laufen.


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