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POSCO bringt Handelsforderungen nach Injective-Pilot auf Avalanche

Der südkoreanische Handelsriese testet Trade Finance auf der Blockchain, nach einem früheren Pilotprojekt auf Injective. Die neue Transaktion lief über Olea und Intain auf Avalanche.

POSCO bringt Handelsforderungen nach Injective-Pilot auf Avalanche

Wichtigste Erkenntnisse

  • POSCO International wandelte Handelsforderungen in digitale Assets auf einem Avalanche-basierten Blockchainnetzwerk um.
  • Die Transaktion erfolgte mit Olea und Intain, die Dokumente per KI abglichen und die Forderungen verifizierten und erfassten.
  • Der Test folgt auf einen früheren Pilot auf Injective und ist Teil breiterer Tests für tokenisierte Trade Finance.

POSCO International hat einen neuen Schritt im Bereich tokenisierte Trade Finance gemacht, indem das Unternehmen Handelsforderungen in digitale Assets auf einem Avalanche-basierten Blockchainnetzwerk umgewandelt hat. Der südkoreanische Handelsriese tat dies einen Monat nach einem ähnlichen Pilotprojekt auf Injective und arbeitet damit weiter daran, Trade Finance auf Blockchain-Rails zu verlagern.

Transaktion mit Olea und Intain

Die US-Sparte von POSCO arbeitete bei der Transaktion mit der Trade-Finance-Plattform Olea und dem Asset-Backed-Finance-Unternehmen Intain zusammen, teilten die Unternehmen am Dienstag mit. Intain nutzte KI, um Rechnungen, Bestellungen, Gutschriften und Versanddokumente miteinander abzugleichen, bevor die Forderungen auf seinem Layer-1-Netzwerk auf Avalanche verifiziert und erfasst wurden.

Handelsforderungen sind Beträge, die einem Unternehmen noch zustehen, nachdem es Waren geliefert hat, aber bevor der Kunde bezahlt. Unternehmen können darauf Finanzierung aufnehmen, doch das erfordert oft viel manuelle Arbeit, weil Käufer, Verkäufer und Banken jeweils ihre eigene Buchhaltung führen. Ein gemeinsames Blockchain-Register kann diese Daten in einem einzigen Eigentums- und Statusdatensatz zusammenführen.

Warum das relevant ist

Der Schritt passt in einen breiteren Trend, bei dem Tokenisierung über Fonds und Anleihen hinausgeht. Im globalen Trade-Finance-Markt, der nach Marktschätzungen mehr als 10 Billionen Dollar (8,6 Billionen Euro) pro Jahr umfasst, gelten langsame Abwicklung und fragmentierte Dokumentation schon länger als Bremsklotz für die Handelsfinanzierung, vor allem für kleinere Exporteure und Akteure in Schwellenländern.

Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem relevant, dass solche Anwendungen zeigen, wie Blockchain auch außerhalb des reinen Handels mit Tokens getestet wird. POSCO, Olea und Intain sagten, dass sie weitere Anwendungen für tokenisierte Trade Finance prüfen wollen, darunter grenzüberschreitende Abwicklung auf Basis von Stablecoins und digitale Treasury-Tools. Das steht im Einklang mit breiteren Experimenten mit schnellerer Abwicklung, etwa Echtzeit-Blockchain-Abwicklung für institutionelle Transaktionen.

Vom Pilotprojekt zum breiteren Test

Der jüngste Test folgt auf ein Pilotprojekt mit LG CNS, das im vergangenen Monat angekündigt wurde. Dabei wurden tokenisierte Forderungen ausgegeben, übertragen und auf Injective abgewickelt, erneut mit Forderungen aus echtem Handel zwischen ausländischen Tochtergesellschaften von POSCO und ihren Gegenparteien.

POSCO International ist Südkoreas größtes Handelsunternehmen und erzielte 22,2 Milliarden Dollar (19 Milliarden Euro) Umsatz aus Aktivitäten in Stahl, Energie und Batteriematerialien. Das Unternehmen hat mehr als 80 Auslandsniederlassungen, was die Größenordnung solcher Experimente in der Praxis zusätzlich sichtbar macht.


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