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Pump.fun gerät wegen ausstehender PUMP-Zuteilungen an Ex-Mitarbeiter unter Druck

Ex-Mitarbeiter sagen, dass sie kurz vor dem Vesting von PUMP entlassen wurden, während Pump.fun später 50 Milliarden Token freigab. Das Timing wirft Fragen zu Belohnungen, Unlocks und der laufenden Klage in New York auf.

Pump.fun gerät wegen ausstehender PUMP-Zuteilungen an Ex-Mitarbeiter unter Druck

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ehemalige Mitarbeiter von Pump.fun sagen, dass sie entlassen wurden, bevor ihre PUMP-Token vesteten, während das Team später 50 Milliarden Token freigab.
  • Am 12. Juli lief die Insider-Cliff aus, und 82,5 Milliarden Token wurden freigegeben, davon 50 Milliarden für das Team und 32,5 Milliarden für Investoren.
  • Pump.fun hat sich öffentlich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert, während das Unternehmen auch wegen einer laufenden Class Action unter juristischem Druck steht.

Ehemalige Mitarbeiter von Pump.fun berichten, dass ihre Kündigung rund zwei Monate vor dem Vesting ihrer PUMP-Token kam. Wenig später gab das Team selbst 50 Milliarden Token frei. Auf X löste das deutliche Kritik aus, zumal sich Pump.fun zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert hat.

Entlassung und Token-Rechte

Laut Sandmark trennte sich das Solana-Launchpad Anfang April von Mitarbeitern. Nach Unterlagen, die der Publikation vorliegen, sollte ein Viertel der Personalallokation etwa zwei Monate später vesten. Die Grant Agreements seien diesen Dokumenten zufolge Mitte Juni 2025 unterzeichnet worden.

Co-Founder Noah Tweedale erklärte damals, das Unternehmen sei zu schnell gewachsen und könne nicht länger „fast and rough“ arbeiten. Ausgeschiedene Mitarbeiter sollen Berichten zufolge eine Abfindung in Höhe von einer Woche Gehalt pro gearbeitetem Monat erhalten haben. Einem Ex-Mitarbeiter sollen PUMP im Wert von siebenstelligen Beträgen zum damaligen Kurs entgangen sein.

Besonders heikel wirkt das Timing auch deshalb, weil Pump.fun im selben Monat PUMP-Token im Wert von rund 370 $ Millionen (322 € Millionen) aus Rückkäufen verbrannt hat. Dadurch verschwanden etwa 36 % des umlaufenden Angebots. Co-Founder Alon Cohen verteidigte den Schritt damals als Teil derselben Strategie, Kapital für das angestrebte Ergebnis einzusetzen.

Was die Juli-Cliff freigab

Am 12. Juli endete die Insider-Cliff, genau ein Jahr nachdem PUMP im Initial Coin Offering für 0.004 $ (0.003 €5) verkauft worden war. Laut Tokenomist umfasste die Freigabe 82,5 Milliarden Token, davon 50 Milliarden für das Team und 32,5 Milliarden für bestehende Investoren.

Beim Kurs vom Freitag war allein der Team-Anteil bereits rund 102 $ Millionen (88,8 € Millionen) wert. Das steht in deutlichem Kontrast zu den operativen Zahlen, die Pump.fun selbst erzielt. DefiLlama schätzte den Umsatz der Plattform auf 19,1 $ Millionen (16,6 € Millionen) in den 30 Tagen bis zum 22. Juli, inklusive Handelsgebühren sowie sogenannter Graduation- und Mayhem-Fees.

Auch beim Umsatz zeigte sich zuletzt ein Anstieg. Am 22. Juli wies DefiLlama einen Tagesumsatz von 764.802 $ (665.900 €) aus, 22,6 % mehr als einen Monat zuvor. Seit März 2024 summierte sich der Wert auf 1,07 $ Milliarden (0,9 € Milliarden).

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Interessierte zeigt der Fall, wie sensibel Token-Vesting, Mitarbeiter-Belohnungen und Treasury-Entscheidungen bei schnell wachsenden Krypto-Plattformen sein können. Pump.fun ist ein Solana-basiertes Launchpad, auf dem Nutzer Token ohne technisches Vorwissen erstellen und handeln können. Gerade deshalb rücken Fragen rund um Governance, Belohnungen und Unlocks besonders in den Fokus.

Hinzu kommt der juristische Druck. Im Januar 2025 wurde im Southern District of New York bereits eine Securities Class Action gegen die Co-Founder Noah Tweedale und Alon Cohen eingereicht. Die Mischung aus Entlassungsvorwürfen, Token-Unlocks und laufenden Verfahren macht die Transparenz rund um das Unternehmen für Marktbeobachter besonders relevant.

Unsicherheit bei den Zahlen

Am Markt blieb die Reaktion bislang verhalten. PUMP notierte am Freitag bei rund 0.002 $0 (0.001 €7), fast 6 % höher als am Vortag, lag aber weiterhin deutlich unter dem Hoch von September 2025 und unter dem ICO-Preis.

Ein Teil der Darstellung ist dennoch weiter offen. Sandmark konnte eine zweite Entlassungsrunde nicht verifizieren, und die neuesten Unternehmensunterlagen bei Companies House wurden bislang nicht eingereicht. Solange diese Dokumente fehlen, bleibt die Debatte über April vor allem eine Frage von Behauptung gegen Behauptung.


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