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Rekordfinanzierungen für Blockchainprojekte 2022 dank Afrika

Trotz des Krisenjahres 2022 haben Blockchainprojekte mehr Geld erhalten als je zuvor.

Rekordfinanzierungen für Blockchainprojekte 2022 dank Afrika

Trotz des Krisenjahres 2022 haben Blockchainprojekte mehr Geld erhalten als je zuvor. Das geht aus einem neuen Bericht hervor.

Für die Weltwirtschaft war 2022 kein gutes Jahr. Krieg, Inflation, Zinserhöhungen, Probleme in der Lieferkette und die Folgen der Coronapandemie sorgten für Turbulenzen an den Finanzmärkten, von denen manche gravierend waren. Auch der Kryptosektor hatte mit Problemen zu kämpfen. Die Implosion des Terra-Ökosystems, Massenentlassungen, Wellen von Insolvenzen und nicht zuletzt der Untergang von FTX drückten die Preise und schickten die Branche in eine neue Eiszeit.

Entgegen allen Erwartungen blieb das Interesse an Blockchain-Technologie jedoch ungebrochen, vor allem von Seiten der Investoren. Das zeigt ein neuer Bericht des Risikokapitalunternehmens CV VC. Laut dem Bericht sammelten Blockchainprojekte 26,8 Milliarden USD aus Finanzierungsrunden. Damit übertraf 2022 das bisherige Rekordjahr 2021 um 4%. Die Hälfte der Deals wurde in den USA abgeschlossen, gefolgt von Asien mit 26%. Europa belegte den dritten Platz mit 21%.

Blockchain-Finanzierung boomt in Afrika

Blockchainprojekte konnten im letzten Jahr insgesamt 474 Millionen USD auf dem Kontinent Afrika sammeln – eine Steigerung um 429%. Die Finanzierungen sind jedoch vor allem in zwei Ländern konzentriert: Südafrika und die Seychellen. Zusammen sind sie verantwortlich für 81% der Finanzierungsrunden. Die Regulierung spielt die Standorte zweifellos in die Karten. Kenia, Nigeria und Liberia folgen. Letzterer schaffte es in die Top-5 dank einer Einmalfinanzierung des Blockchain-Plattform Jambo.

Drei Unternehmen fallen im Bericht besonders auf: Ihre Finanzierungen machen zusammen 65% des gesamten Volumens aus. Die auf den Seychellen registrierte Kryptobörse KuCoin holt allein ein Drittel der Mittel (160 Millionen USD). Danach folgen der Zahlungsanbieter MFS Africa (100 Millionen USD) und die Bitcoin-Börse VALR (50 Millionen).

Nutzung von Krypto nimmt zu

Der Bericht beleuchtet das rasante Wachstum der Krypto- und Blockchainindustrie auf dem afrikanischen Kontinent. Was die Adoption angeht, gibt es keinen Markt, in dem das Wachstum und die Nachfrage nach inklusiven und zugänglichen Finanzdienstleistungen stärker ist als in Afrika, erklärt Ian Putter, Regionaldirektor des Blockchain Research Institute Africa von Standard Bank.

Bevölkerungen verwenden Kryptowährungen zum Beispiel, um Währungsabwertungen zwischen einzelnen afrikanischen Ländern auszugleichen. In der Zentralafrikanischen Republik ist Bitcoin jetzt offizielle Währung.

Aufgrund der stark gestiegenen Adoption fordern Beobachter wie der Internationale Währungsfonds nach einer besseren Regulierung für den Sektor. Laut dem CVVC-Bericht ist Krypto derzeit in fünf Ländern erlaubt. Die Mehrheit erlaubt Bitcoin, der Rest des Kryptomarkts ist teilweise oder vollständig verboten. In neun Ländern bleibt der rechtliche Status unklar.


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