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Richard Heart in Istanbul nach Interpol-Meldung festgenommen

Der Gründer von Hex, PulseChain und PulseX wurde auf Grundlage einer finnischen Interpol-Meldung festgenommen. Der Fall folgt auf frühere SEC-Klagen und Vorwürfe rund um Steuerbetrug.

Richard Heart in Istanbul nach Interpol-Meldung festgenommen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Richard Heart ist am Mittwoch in Istanbul bei einer gemeinsamen Operation der türkischen Polizei und Geheimdienste festgenommen worden.
  • Laut lokalen Medien erfolgte die Festnahme auf Grundlage einer Interpol Red Notice aus Finnland.
  • Türkische Medien berichten über die Beschlagnahme von Millionen Dollar an Bargeld, Luxusuhren, Schusswaffen und elektronischen Geräten.

Richard Heart, der Gründer der Krypto-Projekte Hex, PulseChain und PulseX, ist am Mittwoch in Istanbul bei einer gemeinsamen Operation der türkischen Polizei und Geheimdienste festgenommen worden. Laut lokalen Medien geschah das auf Grundlage einer Interpol Red Notice aus Finnland. Türkische Medien berichten außerdem, dass Millionen Dollar an Bargeld und Luxusgütern gefunden wurden.

Festnahme in Beşiktaş

Heart, der offiziell Richard James Schueler heißt, wurde zusammen mit seiner Frau in einer Wohnung im Stadtteil Beşiktaş festgenommen, meldete Daily Sabah. Die Zeitung schrieb, dass die Behörden dabei $4 Millionen (€3,6 Millionen) in bar, 64 Luxusuhren, Schusswaffen und elektronische Geräte beschlagnahmt hätten. Die türkischen Behörden haben diese Zahlen bislang nicht bestätigt.

Eine Interpol Red Notice ist eine internationale Meldung, mit der ein Land andere Mitgliedstaaten bittet, eine Person aufzuspüren und vorläufig festzunehmen, bis eine mögliche Auslieferung geprüft wird. Es ist kein internationaler Haftbefehl; die Länder entscheiden selbst, ob sie dem nach ihrer eigenen Gesetzgebung nachkommen.

Langwieriger Rechtsstreit

Die Festnahme reiht sich in eine Serie rechtlicher Probleme rund um Heart ein. In den Vereinigten Staaten klagte die Securities and Exchange Commission ihn und drei Krypto-Projekte im Jahr 2023 an. Die Aufsichtsbehörde erklärte, dass mehr als $1 Milliarde (€0,9 Milliarden) über nicht registrierte Wertpapierangebote eingesammelt worden sei und dass Heart und PulseChain mindestens $12 Millionen (€10,7 Millionen) an Geldern von Anlegern missbraucht hätten.

Dieser Fall wurde 2025 vom Tisch gewischt, nachdem ein Richter die Klage wegen fehlender Zuständigkeit abgewiesen hatte, weil das Projekt nach Ansicht des Gerichts nicht gezielt auf US-Anleger ausgerichtet war. In Finnland geriet Heart außerdem wegen Vorwürfen von Steuerbetrug und Körperverletzung unter Druck, was schließlich zur Interpol-Meldung führte.

Was das für Krypto bedeutet

Für Krypto-Beobachter ist dieser Fall vor allem relevant, weil er zeigt, wie schnell rechtliche Probleme rund um Gründer großer Projekte grenzüberschreitend werden können. Solche Fälle betreffen nicht nur die betroffene Person, sondern können auch die Aufmerksamkeit auf die Governance und den Ruf von Projekten wie Hex, PulseChain und PulseX lenken. Damit ist diese Nachricht auch außerhalb von Türkei und Finnland für europäische Krypto-Leser relevant.

Auch in anderen Fällen zeigt sich, wie grenzüberschreitend Krypto-Durchsetzung sein kann. So zeigt Indien warnt 15 Krypto-Börsen wegen AML-Regeln, dass Aufsichtsbehörden ausländische Anbieter immer häufiger unter Druck setzen, wenn sie Anti-Geldwäsche-Regeln nicht einhalten.


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