Ripple-Meilenstein: Erster XRP-ETF in den USA gestartet
Nach dem „schwarzen Montag“ am Kryptomarkt, an dem unter anderem Bitcoin stark verloren hat, musste auch XRP deutlich Terrain einbüßen.

Nach dem „schwarzen Montag“ am Kryptomarkt, an dem unter anderem Bitcoin stark getroffen wurde, musste auch XRP deutlich Terrain einbüßen. Der Kurs von Ripples Münze rutschte zeitweise auf 1,65 Dollar, ein Rückgang von mehr als 50 Prozent gegenüber dem spektakulären Rekordniveau von Januar. Doch scheint nun eine vorsichtige Erholung sichtbar, nicht nur an den Aktienmärkten, sondern auch im Kryptomarkt. XRP steht inzwischen wieder bei 1,90 Dollar und nähert sich langsam der Marke von 2 Dollar. Der Grund? Eine auffällige Premiere: die Einführung des ersten XRP-ETFs in den Vereinigten Staaten.
Vermögensbeheerder Teucrium hat den ersten Ripple-Indexfonds an der New York Stock Exchange Arca (NYSE Arca) eingeführt, mit dem Tickersymbol XXRP. Es handelt sich um ein Hebelprodukt, den Teucrium 2x Long Daily XRP ETF, das für Anleger gedacht ist, die kurzfristig auf XRP-Kursbewegungen spekulieren. Teucrium verspricht eine tägliche Exponierung auf das doppelte XRP-Rendite, im Austausch gegen eine jährliche Verwaltungsgebühr von 1,85 Prozent.
Eine überraschende Entwicklung
Die Einführung dieses Fonds View post on X auch ETF-Analysten. Bloomberg-Experte Eric Balchunas nannte es „bemerkenswert, vielleicht sogar eine Premiere, dass der erste ETF für eine neue digitale Asset sofort ein Hebelprodukt ist.“ Das ist jedoch möglicherweise nur der Auftakt zu mehr. Laut der dezentralen Wettbörse Polymarket liegt die Chance gar bei 75 Prozent, dass noch in diesem Jahr ein klassischer XRP-Spot-ETF auf dem US-Markt erscheint.
Ripple vs. SEC: Das Ende ist in Sicht
Obwohl die Wirkung dieses ersten ETFs auf den XRP-Kurs begrenzt sein wird – auch weil es sich um ein Nischenprodukt eines vergleichsweise kleinen Anbieters handelt – ist das daraus resultierende Signal viel größer. Auch bei Bitcoin und Ethereum kamen zuerst Futures-ETFs, bevor die beliebten Spot-Varianten von der US-Börsenaufsicht SEC genehmigt wurden. Wenn XRP denselben Weg geht, erwarten JPMorgan-Analysten, dass Spot-ETFs für Ripple im ersten Jahr zwischen 4 und 8 Milliarden Dollar an frischem Kapital anziehen könnten.
Die Stimmung unter Ripple-Anhängern ist daher positiv. Anwalt John Deaton, jahrelang eine der lautesten Stimmen im Rechtsstreit von Ripple gegen die SEC, reagierte emotional auf X:
Der langwierige Rechtsstreit nähert sich dem Ende, da Ripple kein Berufungsverfahren einlegt und sich mit einer Geldstrafe von 50 Millionen Dollar einverstanden erklärt. Doch das Ende des Konflikts bringt auch eine Kehrseite mit sich: Die Aufmerksamkeit für XRP scheint nachzulassen. Intensive Debatten in sozialen Medien und das öffentliche Engagement führender Juristen haben Platz gemacht für Stille. Das Suchvolumen nach XRP ist seit Januar deutlich gesunken.
Außerdem gab es kein bahnbrechendes juristisches Präzedenzfall wie viele gehofft hatten. Ripple wurde nicht vollständig von den Anschuldigungen freigesprochen. Im Gegenteil: Nach Regel 506 der SEC Regulation D wurde das Unternehmen als eine „bösewillige Partei“ eingestuft, ein Stempel, der die zukünftige Kursentwicklung beeinflussen kann.