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Linera und Switchboard stellen nach schwacher Finanzierung den Betrieb ein

Linera erreichte die Mindestfinanzierung nicht und stoppt vor dem Mainnet; Switchboard baut nach Exploits, dem Druck günstigerer KI-Tools und einem schwachen Bear Market ab.

Linera und Switchboard stellen nach schwacher Finanzierung den Betrieb ein

Wichtigste Erkenntnisse

  • Linera stellt mit sofortiger Wirkung und auf unbestimmte Zeit den Betrieb ein, nachdem das Projekt über Sonar nur knapp 900.000 Dollar bei einem Mindestziel von 1,5 Millionen USDC eingesammelt hatte.
  • Switchboard bittet Entwickler, zu Pyth oder RedStone zu wechseln; die verbleibende Unterstützung endet am 25. September 2026.
  • Beide Schließungen passen in ein Jahr, in dem bereits mehr als 260 Krypto-Projekte wegen schwacher Finanzierung und eines schrumpfenden Marktes verschwunden sind.

Zwei Krypto-Projekte, Linera und Switchboard, haben innerhalb eines Tages nacheinander ihre Aktivitäten eingestellt. Die Schließungen passen in ein Jahr, in dem bereits mehr als 260 Krypto-Projekte verschwunden sind, während der Kryptomarkt laut Trackern immer mehr Kapital und Nutzer auf eine kleinere Zahl von Plattformen verlagert.

Linera stoppt vor dem Mainnet

Linera teilte am 18. September mit, dass das Projekt mit sofortiger Wirkung und auf unbestimmte Zeit den Betrieb einstellt. Über einen Verkauf auf Sonar sammelte das Projekt knapp 900.000 Dollar (785.300 Euro) ein, blieb damit aber unter dem Mindestziel von 1,5 Millionen Dollar (1,3 Millionen Euro) USDC. Alle Beiträge wurden deshalb zurückerstattet.

Das Team versuchte danach noch, eine Notfinanzierung zu organisieren, um das Unternehmen bis zum Mainnet weiterzuführen, doch das gelang nicht. Linera hatte zuvor 12 Millionen Dollar (10,5 Millionen Euro) in zwei Seed-Runden eingesammelt, mit a16z crypto als Lead-Investor im Jahr 2022 und Borderless Capital im Jahr 2023.

Die App geht offline, und auch der Discord-Server wird geschlossen. Punkte bleiben zwar in der Verwaltung erhalten, aber das Team sagt, es könne nicht garantieren, dass sie später noch irgendwo angerechnet werden.

Switchboard verweist auf Markt und KI

Switchboard Technology Labs zog am 19. September nach und bat Entwickler, zu Anbietern wie Pyth oder RedStone zu wechseln. Das Unternehmen sagte, dass die verbleibende Unterstützung am 25. September 2026 endet.

In der Erklärung nennt Switchboard jüngste Exploits und das Ausschöpfen aller anderen Optionen als Gründe für den Abbau. Das Team erklärt außerdem, dass KI-Tools den Aufbau eines Oracles günstiger gemacht haben, während der Bear Market neue Chain-Starts bremst und Budgets kleiner macht.

Diese Kombination macht deutlich, warum vor allem kleinere Projekte es schwer haben. Im Jahr 2026 sind bereits mehr als 100 Krypto-Projekte eingestellt worden, und laut RootData wächst die Liste weiter. Der Tracker zählt dabei verschiedene Arten von Enden mit, von Insolvenzen bis zu angekündigten Schließungen und lange stillgelegten Websites.

Was das für den Markt bedeutet

Für europäische Krypto-Beobachter zeigt das, wie hart die Selektion in der Branche derzeit ist. Nicht jedes Projekt schafft es bis zu einem Live-Produkt, vor allem nicht, wenn die Finanzierung enttäuscht oder wenn ein Dienst in einem dichter besetzten und günstigeren Umfeld konkurrieren muss. Das kann auch für Akteure relevant sein, die auf Infrastruktur wie Blockchain aufbauen, weil dort die Messlatte für Nutzung, Einnahmen und Sicherheit immer höher liegt. Bereits Anfang des Jahres beschrieb die breite Krypto-Bereinigung, wie sich die Branche durch schwache Geschäftsmodelle und knappe Finanzierung schneller in Richtung Konsolidierung bewegt.


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