Saylor deutet neuen Bitcoin-Kauf von Strategy an
Saylors Post folgt auf zwei Wochen ohne neuen Kauf; Strategy hielt bis zum 13. September 845.050 BTC und hat noch 1,30 Milliarden Dollar im Kaufkonto.

Wichtigste Erkenntnisse
- Strategy kaufte zwei Wochen lang keinen Bitcoin; der Bestand blieb bis einschließlich 13. September unverändert bei rund 845.050 BTC.
- Michael Saylor teilte eine Chart-Grafik mit dem Text „A little more orange“, eine Formulierung, die er vor einer Kaufmeldung häufiger verwendet.
- Strategy hatte noch 1,30 Milliarden Dollar für Käufe übrig, während das nächste Update am Montag zeigen soll, ob erneut Bitcoin gekauft wurde.
Strategy hat seit zwei Wochen keinen Bitcoin gekauft, doch ein neuer Post von Michael Saylor bringt den Markt wieder in Alarmbereitschaft. Der Executive Chairman teilte eine Chart-Grafik mit dem Text „A little more orange“, eine Formulierung, die er kurz vor einer Kaufmeldung häufiger verwendet. Laut den letzten SEC-Filings blieb der Bitcoin-Bestand bis einschließlich 13. September unverändert.
Zwei Wochen ohne Kauf
Aus der Meldung vom 14. September geht hervor, dass Strategy zwischen dem 8. und 13. September weder Bitcoin gekauft noch verkauft hat. Eine Woche zuvor hatte das Unternehmen für die sieben Tage davor dasselbe gemeldet. Damit blieb die Position bei rund 845.050 BTC, gekauft für insgesamt 63,73 Milliarden Dollar (55,6 Milliarden Euro) zu einem durchschnittlichen Preis von 75.412 Dollar (65.800 Euro) pro Coin.
Der letzte Kauf stammt vom 31. August, als Strategy 4.603 BTC für 369,7 Millionen Dollar (323 Millionen Euro) kaufte. Diese Transaktion folgte auf eine Pause von zehn Wochen. Saylor hatte auch damals schon vor der offiziellen Meldung einen Hinweis gegeben, weshalb Anleger nun erneut auf seine Beiträge in den sozialen Medien achten.
Cash bleibt die Bremse
Der Spielraum für neue Käufe ist nicht unbegrenzt. Strategy gab in der Woche bis zum 13. September 139,3 Millionen Dollar (122 Millionen Euro) für den Rückkauf von Preferred Shares aus, statt für zusätzliches Bitcoin. Dadurch blieben noch 1,30 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) in dem Konto übrig, das das Unternehmen für Käufe nutzt. Das Unternehmen hat in diesem Jahr auch Bitcoin verkauft, um den Kurs seiner Aktie zu stützen.
Die Diskussion bekam zusätzliche Brisanz, nachdem Angel Investor Jason Calacanis Bitcoin als „dead cat bounce“ bezeichnet hatte. Er verwies auf eine Chart-Grafik, auf der Bitcoin über ein Jahr gesehen rund 31 % tiefer lag, und sagte, die Münze sei für Zahlungen und Smart Contracts weniger nützlich. Saylor reagierte scharf und bezeichnete Bitcoin als einen Erfolg von 1,6 Billionen Dollar (1,4 Billionen Euro) und als eine Form von digitalem Kapital.
Warum das relevant ist
Für europäische Krypto-Anleger ist das vor allem deshalb relevant, weil Strategy weiterhin einer der größten öffentlichen Bitcoin-Käufer ist. Jede Veränderung im Kauftempo des Unternehmens wird deshalb genau beobachtet, zumal der Markt auch die breitere Haltung großer institutioneller Akteure gegenüber Bitcoin im Blick hat. Strategy hält mit Abstand die meisten Bitcoin unter den börsennotierten Unternehmen, weshalb selbst eine kurze Pause im Kauftempo am Markt sofort auffällt. Das nächste Update am Montag soll zeigen, ob Saylors Hinweis tatsächlich auf einen neuen Kauf hindeutete.