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Trump will ICC über Dollar-Rails treffen, Stablecoins bieten keinen Ausweg

Washington will das ICC über Dollarzahlungen treffen; auch Stablecoins und Exchanges fallen unter OFAC-Screening, wodurch Umwege über Krypto begrenzt bleiben.

Trump will ICC über Dollar-Rails treffen, Stablecoins bieten keinen Ausweg

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die Trump-Regierung bereitet Sanktionen vor, die den Großteil der Transaktionen mit dem Internationalen Strafgerichtshof blockieren sollen.
  • Dollar-Stablecoins bieten dem Artikel zufolge keinen Ausweg, weil Emittenten Transaktionen blockieren, einfrieren und screenen können müssen.
  • Der Artikel stellt dar, dass US-Sanktionen auch europäische Akteure über Dollarliquidität, Banken und regulierte Krypto-Exchanges treffen.

Die Trump-Regierung hat Sanktionen vorbereitet, die den Großteil der Transaktionen mit dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) blockieren sollen. Laut dem Wall Street Journal soll es eine Auslaufphase von sechs bis sieben Monaten geben. Es wäre das erste Mal, dass Washington nicht nur Personal des Gerichts trifft, sondern die Institution selbst.

Dollar-Rails unter Druck

Die Maßnahme passt in einen breiteren US-amerikanischen Ansatz rund um Sanktionen und Krypto. Das US-Finanzministerium sucht schon länger nach mehr Spielraum, um Personen und Akteure anzugehen, die Krypto nutzen, um Sanktionen zu umgehen. Gleichzeitig führt ein solches Sanktionsregime oft zu De-Risking, bei dem Banken und Finanzinstitute vorsorglich Beziehungen zu Kunden oder Regionen abbrechen, die als risikoreich gelten.

Der Fall rund um das ICC zeigt, wie weit dieser Druck reichen kann. Dollarzahlungen laufen über US-Korrespondenzbanken, wodurch auch Akteure außerhalb der USA US-Regeln berücksichtigen. Wenn eine Institution selbst auf die Sanktionsliste kommt, kann das Folgen für Gehälter, Lieferanten und Vergütungen für Zeugen haben, auch wenn diese in einer anderen Währung gezahlt werden.

Stablecoins bieten keinen Ausweg

Auf dem Papier wirken Dollar-Stablecoins wie ein möglicher Umweg, weil sie eins zu eins an den Dollar gekoppelt sind. In der Praxis ist dieser Weg bereits versperrt. Eine Treasury-Regel unter dem GENIUS Act verpflichtet zugelassene Emittenten dazu, Transaktionen blockieren, einfrieren und ablehnen zu können sowie gegen die OFAC-Sanktionsliste zu screenen.

Das ist längst keine Theorie mehr. Tether fror im April 344 Millionen Dollar an USDT auf der Tron-Chain gemeinsam mit OFAC ein. Das Unternehmen sagte damals, dass es direkt eingreift, wenn es glaubwürdige Verbindungen zu sanktionierten Parteien oder kriminellen Netzwerken gibt. Auch Bitcoin bietet keinen echten Ausweg, weil der Umtausch in Euro oder Dollar weiterhin über Krypto-Exchanges und Banken läuft, die dieselben Sanktionslisten prüfen.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Leser ist das vor allem relevant, weil es zeigt, wie stark US-Sanktionen auf den internationalen Zahlungsverkehr durchschlagen. Auch Akteure außerhalb der USA können von derselben Prüfung betroffen sein, vor allem wenn sie von Dollarliquidität oder von regulierten Krypto-Exchanges abhängig sind. Das ICC sucht derweil nach Alternativen, unter anderem durch den Umstieg auf openDesk, eine Open-Source-Arbeitsplattform, was zeigt, dass Institutionen ihre Abhängigkeit von US-Technologie und Zahlungsrails verringern wollen.

Auch die Debatte über Krypto-Sanktionen in Washington dreht sich um dieselbe Frage: Wie verhindert man, dass digitale Assets genutzt werden, um Aufsicht zu umgehen, ohne legitimen Zahlungsverkehr unnötig zu blockieren.


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