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SBI Holdings setzt bei Stablecoins und Tokenisierung auf Solana

Die japanische Finanzgruppe wechselt von Corda zu einem öffentlichen Solana-Netzwerk und legt den Fokus auf Stablecoins, tokenisierte RWAs und Zahlungsinfrastruktur.

SBI Holdings setzt bei Stablecoins und Tokenisierung auf Solana

Wichtigste Erkenntnisse

  • SBI Holdings verlagert seine Blockchain-Initiative für Stablecoins und tokenisierte Real-World Assets auf Solana.
  • Neben SBI Holdings und Sumitomo Mitsui Financial Group ist jetzt auch die Solana Foundation an SBI Solana Global beteiligt.
  • SBI baut seine Digital-Asset-Strategie mit dem geplanten Kauf der Krypto-Börse Bitbank für rund 289 $ Millionen aus.

SBI Holdings richtet seine Blockchain-Initiative für Solana künftig stärker auf Stablecoins und tokenisierte Real-World Assets aus. Über SBI Solana Global, das zuvor unter dem Namen SBI R3 Japan firmierte, will die japanische Finanzgruppe den heimischen Markt mit globaler Liquidität verknüpfen und zugleich ihre Rolle im Bereich Onchain Finance in Asien ausbauen.

Neue Ausrichtung für SBI Solana Global

An dem Joint Venture sind neben SBI Holdings und Sumitomo Mitsui Financial Group inzwischen auch die Solana Foundation beteiligt. Damit entfernt sich das Projekt deutlich von seinem früheren Aufbau rund um Corda, die permissioned Blockchain von R3, und orientiert sich nun an einem Netzwerk, das vor allem für hohe Transaktionsgeschwindigkeit und vergleichsweise niedrige Kosten bekannt ist.

SBI nennt für das Joint Venture mehrere Aufgaben: die Unterstützung bei Ausgabe und Verteilung von Stablecoins, die Strukturierung und Verbreitung tokenisierter RWAs sowie den Aufbau einer Zahlungsinfrastruktur für KI-Agenten. Damit setzt SBI nicht nur auf die Tokenisierung selbst, sondern auch auf die dazugehörige Infrastruktur für Emission, Distribution und Abwicklung.

Warum Solana hier passt

Die Solana Foundation mit Sitz in Zug in der Schweiz ist für die Überwachung des Layer-1-Netzwerks zuständig. Für SBI ist das vor allem deshalb relevant, weil das Unternehmen Blockchain im Finanzbereich schon seit Längerem einsetzt. Ein früheres Beispiel ist die Zusammenarbeit mit Ripple bei Money Tap, einer Zahlungsplattform für Echtzeitüberweisungen zwischen regionalen Finanzinstituten in Japan.

Auch die frühere Kooperation mit R3 zeigt, dass SBI seit Jahren nach konkreten Blockchain-Anwendungen im Unternehmens- und Finanzumfeld sucht. Der Wechsel zu Solana fügt sich in diese Entwicklung ein, setzt aber technisch und marktseitig andere Schwerpunkte: mehr Gewicht auf ein öffentliches Netzwerk und auf die Anbindung an internationale Liquidität.

Auch im Solana-Ökosystem selbst nimmt die Aktivität zu. MoneyGram hat das Netzwerk zuletzt für Stablecoin-Zahlungen genutzt. Das deutet darauf hin, dass die Infrastruktur zunehmend in realen Zahlungsströmen getestet wird.

Signal für den japanischen Markt

Für europäische Krypto-Interessierte ist vor allem bemerkenswert, dass ein großer japanischer Akteur Blockchain offenbar nicht mehr nur als Experiment betrachtet, sondern als Baustein einer breiteren Finanzinfrastruktur. Sollten Stablecoins und tokenisierte Assets über ein Netzwerk wie Solana weiter ausgerollt werden, könnte das ein Hinweis darauf sein, wie traditionelle Finanzgruppen Onchain-Produkte mit bestehenden Märkten verbinden wollen.

Hinzu kommt der breitere Digital-Asset-Fokus von SBI. Das Unternehmen hat im vergangenen Monat dem Kauf der japanischen Krypto-Börse Bitbank für rund 289 $ Millionen (253 € Millionen) zugestimmt. Das unterstreicht, dass SBI seine Position im Sektor weiter ausbauen dürfte.


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