Schiff setzt Bitcoin und Strategy unter Druck, während Gold steigt
Schiff verweist auf den Anstieg von Gold und Silber als Beleg dafür, dass Kapital in Hard Assets umschichtet, während Strategy erneut BTC verkaufte, um Aktien zurückzukaufen.

Wichtigste Erkenntnisse
- Peter Schiff ruft Anleger dazu auf, Bitcoin und Strategy-Aktien zu meiden, da Gold über 4.400 Dollar pro Unze steigt.
- Strategy verkaufte vergangene Woche 1.690 BTC für 108,6 Millionen Dollar und nutzte den Erlös, um STRC-Aktien zurückzukaufen.
- Gold und Silber steigen kräftig wegen chinesischer Nachfrage, Käufen von Zentralbanken und schwächerer US-Arbeitsmarktdaten.
Peter Schiff ruft Anleger dazu auf, Bitcoin und Strategy-Aktien zu meiden, da Gold über 4.400 Dollar (3.810 Euro) pro Unze steigt. Der bekannte Goldbulle sagt, dass Kapital zurück in Hard Assets fließt, während Bitcoin seiner Ansicht nach bei der Rallye in Edelmetallen zurückbleibt.
Gold und Silber legen zu
Gold wurde am frühen Dienstag bei 4.402,43 Dollar (3.810 Euro) pro Unze gehandelt, 0,28 Prozent höher als am Vortag. Innerhalb eines Monats ist der Preis um 6,78 Prozent gestiegen und auf Jahressicht um etwa 29,6 Prozent. Silber erreichte 65,84 Dollar (57 Euro), den höchsten Stand seit sieben Wochen, und liegt fast 74 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Nach Einschätzung der Marktbewegungen spielen chinesische institutionelle Nachfrage und anhaltende Käufe von Zentralbanken eine wichtige Rolle. Die jüngsten Anstiege folgten auch auf schwache US-Arbeitsmarktdaten, die die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen durch die Federal Reserve gedämpft haben.
Schiff nutzt diesen Kontrast, um seine alte These zu wiederholen, dass Bitcoin keine digitale Version von Gold ist. Er weist darauf hin, dass Bitcoin nicht konsistent mit Gold mitläuft und auch in den vergangenen Monaten keine überzeugende Korrelation mit Technologieaktien wie dem Nasdaq gezeigt hat.
Strategy verkauft erneut BTC
Der Zeitpunkt seiner Warnung ist auffällig, weil Strategy am Montag bestätigt hat, erneut Bitcoin verkauft zu haben. Das Unternehmen verkaufte vergangene Woche 1.690 BTC für 108,6 Millionen Dollar (94 Millionen Euro) zu einem durchschnittlichen Preis von 64.262 Dollar (55.600 Euro) pro Coin nach Gebühren. Der Erlös wurde genutzt, um STRC-Aktien zurückzukaufen, während das Unternehmen außerdem 653,1 Millionen Dollar (565 Millionen Euro) über 6,59 Millionen Stammaktien aufgenommen hat.
Strategy teilte außerdem mit, dass die Dollarreserve am 9. August auf 4,65 Milliarden Dollar (4 Milliarden Euro) gestiegen war. Der Bitcoin-Bestand sank auf 840.447 BTC. Da die durchschnittlichen Anschaffungskosten des Unternehmens bei rund 75.385 Dollar (65.200 Euro) pro Coin liegen, wurde mit dem Verkauf der vergangenen Woche ein Verlust realisiert.
Schiff nennt das keinen gewöhnlichen Schritt im Cashmanagement, sondern ein Zeichen dafür, dass der Finanzierungsdruck zunimmt. Michael Saylor hält unterdessen daran fest, dass er seine Coins nie verkauft habe, obwohl sein Unternehmen weiterhin Bitcoin veräußert.
Warum das relevant ist
Für europäische Krypto-Anleger ist das vor allem relevant, weil es zeigt, wie stark die Debatte um Bitcoin weiterhin von der breiteren makroökonomischen Lage geprägt wird. Wenn Gold und Silber weiter von schwächeren Zinserwartungen profitieren, könnte das den Vergleich zwischen Bitcoin als risikoreichem Asset und Bitcoin als digitalem Gold erneut schärfen. Auch der Verkauf durch Strategy bleibt wichtig, weil das Unternehmen weiterhin eine der größten börsennotierten Bitcoin-Positionen hält.
Nicht jeder zieht dieselbe Schlussfolgerung wie Schiff. Bitwise-Portfolio-Manager Gordon Grant verweist stattdessen auf die Adoption durch sanktionierte Staaten als wichtigeren Test für Bitcoin als digitales Gold. Vorläufig laufen Gold, Silber und Strategy also parallel, während der Markt abwartet, wie viel Spielraum die Fed noch hat und wie viel zusätzliches Cash Strategy noch aufnehmen muss.
Strategies neuer Verkauf passt in einen breiteren Trend, in dem große Bitcoin-Treasuries ihre Bilanz aktiver steuern. Strategy verkauft 1.690 Bitcoin und nimmt 653 Millionen Dollar auf beschrieb dieselbe Kapitalrunde und zeigt, wie das Unternehmen seine BTC-Position einsetzt, um Preferred Stock und Dollarreserven zu stützen.