Laser Digital erhält erste japanische Krypto-Registrierung seit vier Jahren
Die Nomura-Tochter darf als erste neue Partei seit vier Jahren in den japanischen Kryptomarkt eintreten, nachdem Tokio Krypto unter einen Finanzinstrumenten-Rahmen stellt.

Wichtigste Erkenntnisse
- Laser Digital ist die erste neue Partei seit vier Jahren mit einer japanischen Krypto-Registrierung als crypto asset exchange service provider.
- Die Tochter will zunächst Liquidität für japanische Krypto-Anbieter bereitstellen und später Handelsdienste für institutionelle Anleger anbieten.
- Japan hat Krypto erneut als Finanzinstrumente eingestuft, mit neuen Regeln, die voraussichtlich 2027 in Kraft treten.
Laser Digital ist die erste neue Partei seit vier Jahren, die in Japan Zugang zum Kryptomarkt erhält. Die lokale Tochter bekam die Registrierung als crypto asset Exchange service provider, genau zu dem Zeitpunkt, an dem Japan Krypto unter einen Finanzinstrumenten-Rahmen stellt.
Erster Schritt in Japan
Das Unternehmen will zunächst Liquidität für japanische Krypto-Anbieter bereitstellen. Später sollen Handelsdienste für institutionelle Anleger hinzukommen, ein Startdatum und die genaue Ausgestaltung sind aber noch nicht bekannt.
Laser Digital hatte bereits im vergangenen Jahr bekanntgegeben, sein Krypto-Angebot in Japan ausbauen zu wollen. Das Unternehmen wird von Nomura unterstützt, der größten Investmentbank Japans. Damit erhält der Schritt zusätzliches Gewicht in einem Markt, in dem große Finanzakteure immer stärker auf Krypto schauen.
Mehr institutionelle Nachfrage
Laut einer Studie von Nomura und Laser Digital aus 2026 wollten 79% der Befragten innerhalb von drei Jahren in Krypto-Assets investieren. Das passt zum breiteren Wandel in Japan, wo die Aufsichtsbehörde schon länger ein strenges Registrierungsregime für Krypto-Exchanges und Anbieter anwendet.
Die Japan Virtual and Crypto Assets Exchange Association spielt dabei ebenfalls eine wichtige Rolle durch Selbstregulierung bei Token-Listings, Geschäftsabläufen und internen Kontrollen. Für Unternehmen, die sich auf institutionelle Kunden ausrichten, ist das relevant, weil Vertrauen und klare Regeln in Japan stark ins Gewicht fallen.
Neue Regeln in Sicht
Japan hat Krypto vor einem Monat erneut als Finanzinstrumente eingestuft. Dieser Schritt legt die Grundlage für mögliche Krypto-ETFs und eine separate Steuerregelung für Krypto-Assets. Die neuen Regeln sollen voraussichtlich 2027 in Kraft treten.
Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem relevant, weil Japan erneut zeigt, wie schnell sich ein großer Markt von lockeren Krypto-Regeln hin zu einem strengeren Finanzrahmen bewegen kann. Das könnte den Zugang für professionelle Marktteilnehmer erleichtern, auch wenn die genaue Ausgestaltung der neuen Regeln noch abzuwarten bleibt.