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Securitize nähert sich dem Börsengang mit 400 Millionen Dollar Finanzierung über SPAC

Der SPAC-Deal mit Cantor Equity Partners II soll Securitize an die NYSE bringen. Das Unternehmen arbeitet mit BlackRock und Apollo an tokenisierten Fonds und Anleihen.

Securitize nähert sich dem Börsengang mit 400 Millionen Dollar Finanzierung über SPAC

Wichtigste Erkenntnisse

  • Securitize will über eine Fusion mit dem SPAC Cantor Equity Partners II an die Börse gehen und erwartet dabei rund 400 Millionen Dollar einzusammeln.
  • Nach der Zustimmung am 29. Juni und dem Abschluss am 1. Juli soll das kombinierte Unternehmen unter dem Ticker SECZ an der New York Stock Exchange gehandelt werden.
  • Securitize arbeitet mit großen institutionellen Akteuren an Tokenization, während der Umsatz im ersten Quartal 2026 um 39 % auf 19,5 Millionen Dollar gestiegen ist.

Securitize, ein führender Anbieter von Tokenization-Infrastruktur für Wall Street, steht kurz davor, über eine Fusion mit einer Special Purpose Acquisition Company (SPAC) an die Börse zu gehen. Das Unternehmen erwartet, rund $400 Millionen (€351 Millionen) einzusammeln, auch dank niedrigerer als erwarteter Aktionärs-Redemptions, und stärkt damit seine Position als wichtiger Akteur im Tokenization-Markt.

Fusion mit Cantor Equity Partners II und Börsennotierung

Die Fusion mit Cantor Equity Partners II (CEPT), die von Cantor Fitzgerald unterstützt wird, soll am 1. Juli abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre am 29. Juni und anderer üblicher Bedingungen. Nach dem Abschluss wird das kombinierte Unternehmen unter dem Ticker SECZ an der New York Stock Exchange gehandelt. Die Ankündigung führte bei CEPT zu einem Kursanstieg von 8 %.

Tokenization bezeichnet den Prozess, bei dem traditionelle Assets wie Fonds, Anleihen und Private Credit in blockchain-basierte Tokens umgewandelt werden. Diese Entwicklung wächst an der Wall Street schnell und wird von großen Vermögensverwaltern aufgegriffen. Securitize arbeitet mit bekannten institutionellen Investoren wie BlackRock, Apollo, KKR, Hamilton Lane und VanEck zusammen, um Blockchain-Versionen traditioneller Anlageprodukte auszugeben. Das Unternehmen steht dabei auch unter Beobachtung: In einem Patentstreit mit tZERO geht es um die Frage, wer die Infrastruktur für tokenisierte Wertpapiere für sich beanspruchen darf.

Wachstum von Tokenization und institutionelle Adoption

Der Markt für tokenisierte Real-World Assets ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und wird auf mehr als $30 Milliarden (€26,3 Milliarden) geschätzt, ohne Stablecoins. Prognosen unter anderem von Boston Consulting Group und Ripple sehen ein mögliches Wachstum auf $18,9 Billionen (€16,6 Billionen) bis 2033. Das wachsende Interesse institutioneller Investoren zeigt sich auch am Umsatzwachstum von Securitize, das im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von $19,5 Millionen (€17,1 Millionen) meldete, ein Plus von 39 % gegenüber dem Vorjahr.

Securitize spielt außerdem eine Vorreiterrolle mit Plänen, als erstes Unternehmen seine eigenen Aktien zu tokenisieren, was einen neuen Schritt bei der Verbindung traditioneller Wertpapiere mit Blockchain-Technologie bedeuten würde. CEO Carlos Domingo betonte, dass Tokenization inzwischen von einem theoretischen Konzept zu einer Mainstream-Praxis im Finanzsektor geworden ist.

Relevanz für europäische Kryptoanleger

Die Entwicklung von Securitize unterstreicht die wachsende Rolle von Tokenization an den globalen Finanzmärkten, was auch für europäische Anleger und Krypto-Unternehmen relevant sein kann. Die Verbindung traditioneller Finanzprodukte mit Blockchain könnte neue Anlagemöglichkeiten schaffen und die Adoption digitaler Assets weiter vorantreiben. Europäische Marktteilnehmer können diese Trends genau beobachten, vor allem angesichts der zunehmenden Regulierung und des Infrastrukturausbaus in der Region.


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