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Zünden die Whales die nächste XRP-Bullrun an?

Trotz der Euphorie in der Krypto-Community über die Einigung zwischen Ripple Labs und der US-Börsenaufsicht SEC blieb zunächst ein Kurssprung für XRP aus.

Zünden die Whales die nächste XRP-Bullrun an?

Trotz der Euphorie in der Krypto-Community über die Einigung zwischen Ripple Labs und der US-Börsenaufsicht SEC blieb zunächst ein Kursprung für XRP aus. Die Unsicherheit an den Finanzmärkten, ausgelöst durch den neuen Handelskrieg, den Donald Trump entfacht hat, drückte die Stimmung schwer nach unten. In der ersten Aprilhalbzeit fiel XRP sogar kurzzeitig unter 1,80 Dollar. Aber langsamer und sicher spiegelt der Kurs der zweitgrößten Kryptowährung die Entwicklungen der letzten Wochen wider: Ripple befindet sich in einem weltweiten enormen Wachstumsschub.

Zum ersten Mal seit zwei Monaten handelt XRP wieder über 2,60 Dollar. Wöchentlich verzeichnet die Münze einen Gewinn von 21 Prozent und lässt damit sowohl Bitcoin als auch fast alle großen Altcoins hinter sich.

Was jedoch für noch mehr Aufregung sorgt, ist ein historisches Kursmuster, das darauf hindeutet, dass dies erst der Anfang einer neuen Bullrun sein könnte, die XRP zu ungeahnten Höhen treibt.

Die Transaktionsdaten der Whales ähneln stark der Situation im November 2024, als XRP innerhalb weniger Wochen von 0,55 auf 3,40 Dollar explodierte. Das war eine Kurssteigerung von über 500 Prozent, selbst in der Krypto-Industrie eine Seltenheit.

Nach dem Überschreiten der 2-Dollar-Marke im letzten Jahr verkauften viele Whales ihre XRP-Positionen, was das Kurswachstum mittelfristig dämpfte. Nun ist dieser Trend zum ersten Mal seit November umgekehrt: Whales kaufen wieder zu.

Der gleitende 90-Tage-Durchschnitt zeigt zum ersten Mal wieder einen positiven Nettozufluss sehen. Wenn sich die Geschichte wiederholt, könnte dieses Kaufverhalten der Startschuss für eine neue XRP-Rallye sein.

Ripple USD: Interne Konkurrenz oder strategischer Zug?

Gleichzeitig schauen manche Investoren mit argwöhnischem Blick auf die Einführung von Ripple USD (RLUSD), der neuen Stablecoin von Ripple. Könnte das bedeuten, dass das Unternehmen seinen Fokus von XRP auf eine stabilere und möglicherweise profitablere Sparte des Kryptomarkts verlegt? Warum überhaupt ein volatiles Asset wie XRP für Zahlungen verwenden, wenn derselbe Anbieter auch eine an den US-Dollar gebundene Stablecoin anbietet?

Ripple-Präsidentin Monica Long beruhigt in einem Interview: „Innerhalb des XRP-Ledgers ist XRP das native Asset. Du brauchst es für Gasgebühren und Reservekonten.“ Mit anderen Worten: Je mehr Anwendungen und Nutzer ins Netzwerk kommen, desto größer wird die Nachfrage nach XRP. Auch Ripples CTO David Schwartz betonte kürzlich: „Wenn XRP Marktanteile an eine Stablecoin verliert, dann lieber an unsere eigene Ripple-Stablecoin.“ Und selbst wenn XRP-Anteil am Markt von 7 auf 6 Prozent sinkt, ist das laut ihm kaum relevant, wenn der Kuchen selbst zehnmal größer wird. Die Botschaft: Wachstum ist wichtiger als Marktanteil, solange Ripple am Ruder bleibt.

IPO vorerst kein Fokus – doch Übernahmehunger wächst

Trotz beeindruckender Finanzergebnisse – darunter die Übernahme des Prime Brokers Hidden Road für 1,25 Milliarden Dollar sieht Ripple vorerst keinen Bedarf, an die Börse zu gehen. „Wir verfügen über viel Liquidität, Milliarden Dollar an Bargeld auf unserer Bilanz," sagt Long. Eine Börsengang ist deshalb für dieses Jahr nicht nötig; der Fokus liegt auf weiterer Expansion.

Dieses Wachstum bekam kürzlich einen Dämpfer, als Circle, der Herausgeber der beliebten Stablecoin USDC, ein Übernahmeangebot von 5 Milliarden Dollar ablehnte. Wäre der Deal durchgegangen, wäre es die größte Übernahme in der Kryptogeschichte gewesen. Dennoch scheint Ripples Kriegskasse noch gut gefüllt zu sein – und Insider erwarten, dass der nächste strategische Schritt nicht lange auf sich warten lässt.

Sollte die US-Aufsichtsbehörde kurzfristig auch Spot-ETFs für XRP genehmigen, scheint eine Fortsetzung der Ripple-Rallye möglich. Vor allem weil die Whales wieder an Bord sind.


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