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S&P-Pantera-Index lässt Bitcoin außen vor

Die Benchmark fokussiert sich auf Tokens mit nachweisbarer Protocol Revenue, darunter Ether, Solana und Hyperliquid. Für institutionelle Anleger ist das eine klare Altcoin-Auswahl ohne Bitcoin.

S&P-Pantera-Index lässt Bitcoin außen vor

Wichtigste Erkenntnisse

  • S&P Dow Jones Indices und Pantera Capital haben einen neuen Krypto-Index aufgelegt, der Bitcoin bewusst ausschließt und auf Tokens mit nachweisbarer wirtschaftlicher Aktivität setzt.
  • Der S&P Pantera Digital Asset Index umfasst 18 Bestandteile, ist nach Marktkapitalisierung gewichtet und wird quartalsweise unter Berücksichtigung von Konzentrationsgrenzen neu ausbalanciert.
  • Zu den größten Positionen zählen Ether, Binance Coin, Solana, Tron und Hyperliquid. Der Index soll institutionellen Anlegern als Referenz dienen.

S&P Dow Jones Indices und Pantera Capital haben gemeinsam einen neuen Krypto-Index vorgestellt, der Bitcoin vollständig ausklammert. Der S&P Pantera Digital Asset Index soll Anlegern stattdessen Zugang zu Tokens bieten, die eine messbare wirtschaftliche Aktivität aufweisen, statt zu Coins, deren Entwicklung vor allem vom Marktsentiment abhängt.

Bitcoin fällt aus der Auswahl raus

Nach Angaben von CEO Cathy Clay schafft es Bitcoin nicht in die Kernselektion, weil es die im Index geforderte Protocol Revenue nicht generiert. Die Benchmark besteht aus 18 Komponenten, die nach Marktkapitalisierung gewichtet werden und vierteljährlich neu ausbalanciert werden. Dabei darf kein einzelner Token mehr als 35 Prozent des Gesamtgewichts ausmachen, während andere Positionen unter 20 Prozent bleiben müssen.

Die größten Positionen sind Ether, Binance Coin, Solana, Tron und Hyperliquid. Hyperliquid ist eine dezentrale Derivatebörse und zeigt damit, dass der Index gezielt auf Netzwerke und Anwendungen mit nachvollziehbarer Nutzung ausgerichtet ist. Die Konstruktion folgt dabei einem Ansatz, der an die Struktur klassischer S&P-Aktienbenchmarks erinnert und Konzentrationsrisiken über Obergrenzen begrenzt.

Institutioneller Ansatz

Entwickelt wurde der Index gemeinsam mit Pantera Capital, einem Krypto-Unternehmen, das seit dem ersten Krypto-Fonds im Jahr 2013 über verschiedene Strategien hinweg mehr als 3 $ Milliarden (2,6 € Milliarden) verwaltet hat. S&P Dow Jones erklärt, man wolle mit der Benchmark mehr Disziplin aus der Aktienwelt in digitale Assets übertragen, damit institutionelle Anleger eine Referenz erhalten, die weniger auf Popularität und stärker auf überprüfbarer Aktivität basiert.

Der Ansatz fügt sich in einen breiteren Wandel im Kryptomarkt ein, in dem große Marktteilnehmer zunehmend zwischen Bitcoin als dominierendem Asset und Altcoins mit klarerem Nutzungsprofil unterscheiden. Für europäische Leser ist das relevant, weil solche Benchmarks möglicherweise als Orientierung für Anlageprodukte dienen könnten, die Krypto-Auswahl mit Umsatz, Nutzung und Protocol-Aktivität verknüpfen.

Signal für Altcoins

Der Start erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Hinweise auf eine breitere Altcoin-Rotation noch nicht bestätigt sind, sich aber zuletzt etwas verbessert haben. Gleichzeitig deutet der Aufbau des Index darauf hin, dass institutionelle Akteure zunehmend nach einer kleinen Gruppe von Tokens mit echter Aktivität suchen, statt den gesamten Markt in einem einzigen Korb abzubilden.

Clay sagte, S&P Dow Jones Indices wolle Anlegern helfen, Marktrauschen mit verlässlichen Benchmarks besser einzuordnen. Praktisch zieht der neue Index vor allem eine klare Grenze: Nicht jede große Krypto gehört automatisch in eine institutionelle Benchmark.


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