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Standard Chartered sieht ARB dank Robinhood Chain bei 10 Dollar

Standard Chartered verweist auf Robinhood Chain als Wachstumstreiber für Arbitrum, doch ARB-Inhaber haben keinen direkten Anspruch auf diese Einnahmen. Auch der bevorstehende Token-Unlock bleibt ein Risiko.

Standard Chartered sieht ARB dank Robinhood Chain bei 10 Dollar

Wichtigste Erkenntnisse

  • Standard Chartered hat die Abdeckung von Arbitrum aufgenommen und sieht ARB bis Ende 2030 auf 10 Dollar steigen.
  • Die Bank führt diese Erwartung vor allem auf Robinhood Chain zurück, das den monatlichen Umsatz von Arbitrum auf rund 5 Millionen Dollar gehoben hat.
  • ARB-Inhaber haben keinen direkten Anspruch auf diese Einnahmen, während am 16. September noch 92,6 Millionen ARB freigeschaltet werden.

Standard Chartered hat am Dienstag mit der Abdeckung von Arbitrum-ARB begonnen und sieht den Kurs bis Ende 2030 auf 10 Dollar (8,66 Euro) steigen. Das ist etwa das 70-Fache des aktuellen Preises von rund 0,14 Dollar (0,12 Euro). Die Bank führt diese Erwartung vor allem auf die Einnahmen zurück, die Arbitrum aus Netzwerken von Parteien wie Robinhood erhält.

Robinhood Chain treibt Umsatz nach oben

Laut Geoffrey Kendrick, Global Head of Digital Assets Research bei Standard Chartered, hat Robinhood Chain den Septemberumsatz von Arbitrum auf eine monatliche Rate von rund 5 Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro) gebracht. Das ist mehr als fünfmal so viel wie vor dem Start dieser Chain im Juli. ARB legte in den vergangenen 24 Stunden um fast 7 % zu, während der breitere Kryptomarkt gleichzeitig nachgab.

Die Bank sieht Robinhood Chain als ein wichtiges Beispiel dafür, wie traditionelle Finanzunternehmen Assets on-chain bringen können. Kendrick schrieb, dass der jüngste Start zeigt, dass Arbitrum für TradFi zu einem bevorzugten Netzwerk werden könnte. Gleichzeitig gibt es einen klaren Vorbehalt: ARB-Inhaber haben derzeit keinen direkten Anspruch auf diese Einnahmen.

Einnahmen und Unlocks

Robinhood Chain zahlt 10 % seiner Netto-Protokollumsätze an das Arbitrum-Ökosystem. Davon gehen 8 % an die DAO-Treasury und 2 % an einen Entwicklungsfonds. Laut früheren Berichten fließt also nichts direkt an Tokenhalter. Die Chain zahlte im Juli rund 360.000 Dollar (311.700 Euro) an Lizenzgebühren und kam Anfang September auf 3,75 Millionen Dollar (3,2 Millionen Euro) an Nutzergebühren pro Tag, von denen in 24 Stunden rund 370.000 Dollar (320.300 Euro) an Arbitrum gingen.

Die Arbitrum DAO meldete in der ersten Hälfte von 2026 Einnahmen von 6,19 Millionen Dollar (5,4 Millionen Euro) bei Bruttomargen auf Protokollumsätze von mehr als 97 %. Das unterstreicht, wie hoch die Margen bei solcher Infrastruktur sein können, auch wenn sich diese Umsätze nicht automatisch in direkten Wert für ARB-Inhaber übersetzen.

Kendrick erwartet, dass bis Ende 2028 rund 4 Billionen Dollar (3,5 Billionen Euro) an traditionellen Assets tokenisiert sein könnten. Dabei sieht er Arbitrum als einen größeren Teil der Infrastruktur. Die Bank nennt allerdings auch Risiken, darunter eine langsamere Tokenisierung und Konkurrenz durch andere Arbitrum-Rally.

Was Anleger daraus mitnehmen

Für europäische Krypto-Interessierte ist vor allem relevant, dass eine große Bank Arbitrum nicht nur als Token, sondern auch als Infrastruktur für Tokenisierung betrachtet. Das passt zu einem breiteren Trend, in dem traditionelle Akteure mit On-Chain-Produkten und eigenen Netzwerken experimentieren. Gleichzeitig zeigt die Analyse, dass Umsatzwachstum in einem Ökosystem nicht automatisch bedeutet, dass Tokenhalter direkt davon profitieren.

Auch das Timing spielt eine Rolle. Robinhood subventioniert die Gas Fees für Nutzer der offiziellen Robinhood Wallet noch 90 Tage lang, eine Regelung, die gegen Ende September ausläuft. Außerdem sollen am 16. September weitere 92,6 Millionen ARB freigeschaltet werden.


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