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Gestaktes Ether entwickelt sich zum Benchmark in DeFi

Laut GlobalStake wird gestaktes Ether auf Ethereum immer häufiger zum Maßstab für DeFi-Yields, von Lending bis Restaking. Die liquid gestakten Tokens sind bereits breit als Sicherheiten einsetzbar.

Gestaktes Ether entwickelt sich zum Benchmark in DeFi

Wichtigste Erkenntnisse

  • Gestaktes Ether gilt laut GlobalStake als Benchmark für Yield in der dezentralen Wirtschaft.
  • Die Composite Ether Staking Rate lag bei rund 2,75% pro Jahr, was andere Produkte zu einer höheren Outperformance zwingt.
  • Die dominante Position von Ethereum und die breite DeFi-Nutzung machen gestaktes ETH trotz Risiken wie Volatilität und Slashing zu einem praktischen Referenzpunkt.

Krypto hat sich von einem spekulativen Markt zu einem funktionierenden wirtschaftlichen System mit eigenen Kapitalmärkten und Yield-Produkten entwickelt. Laut Ryan Haczynski von GlobalStake gehört gestaktes Ether inzwischen als Benchmark dazu: ein Standard, an dem andere Produkte in der dezentralen Wirtschaft gemessen werden können.

Warum gestaktes Ether zählt

Haczynski sagt, dass nicht jede Yield gleich ist. Staking, Restaking, Lending-Märkte, Stablecoin-Rewards und verwaltete Strategien basieren auf unterschiedlichen Infrastrukturen und haben jeweils ein anderes Risikoprofil. Genau deshalb brauche es einen Referenzpunkt, sagt er, weil Anleger ohne Benchmark Risiko, Cashflows und Portfolios schwerer einschätzen können.

Bei gestaktem Ether geht es um die Rendite von Ether, das im Ethereum-Netzwerk hinterlegt wird, um die Chain abzusichern. Die Composite Ether Staking Rate von CoinDesk lag der zitierten Berechnung zufolge bei rund 2,75% pro Jahr. Auf dieser Basis müsste ein Closed-End Token Fund über zehn Jahre mehr als 31% besser abschneiden als ETH, um das zusätzliche Risiko zu rechtfertigen.

Ethereum als Basisschicht

Der Grund, warum gerade ETH diese Rolle bekommt, liegt laut Haczynski in der Position von Ethereum selbst. Das Netzwerk ist weiterhin die größte dezentrale Smart-Contract-Chain im Kryptomarkt, während Ether nach Marktkapitalisierung die zweitgrößte Krypto ist. Außerdem laufen viele der größten DeFi-Protokolle und ein großer Teil des Stablecoin-Angebots auf Ethereum.

Hinzu kommt, dass liquide Tokens für gestaktes Ether bereits breit als Sicherheiten genutzt werden. Auf Aave stellen diese Tokens laut dem Artikel zwei Drittel der Sicherheiten hinter der Hälfte der Schulden des Protokolls. Bei Spark, dem Lending-Arm von Sky, wiegt liquid gestaktes Ether sogar deutlich stärker als reines Ether. Das macht gestaktes ETH laut Haczynski nicht nur zu einer Renditequelle, sondern auch zu einem praktischen Referenzpunkt für DeFi.

Was das für Anleger bedeutet

Für europäische Krypto-Anleger ist das relevant, weil der Markt immer mehr wie ein ausgereiftes Finanzsystem mit eigenen Maßstäben wirkt. Wenn gestaktes Ether als Basisrendite gesehen wird, werden andere Tokens und Yield-Produkte schneller an einer klaren Norm gemessen. Das kann besonders wichtig sein, da auch Restaking und Yield-bearing Stablecoins, etwa Konstruktionen rund um gestaktes ETH, zusätzliche Rendite- und Risikoelemente hinzufügen.

Der Vergleich mit traditionellen Benchmarks gilt nicht vollständig. ETH bleibt eine volatile Krypto, und gestaktes ETH kann geslashed werden, wenn Validatoren sich falsch verhalten oder große operative Fehler machen. Gleichzeitig weist Haczynski darauf hin, dass Ethereum nicht wie ein Staat oder Unternehmen ausfallen kann und dass sich die Ausgabe und das Burnen von Ether transparent und in Echtzeit verfolgen lassen. Dadurch erhält gestaktes ETH seiner Ansicht nach eine einzigartige Stellung innerhalb des Kryptomarkts.


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