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Standard Chartered erweitert digitale Verwahrung nach Singapur

Die Bank richtet sich an institutionelle Kunden und akkreditierte Unternehmen und bietet Verwahrung für Krypto, Stablecoins und tokenisierte Real-World Assets unter Aufsicht der MAS an.

Standard Chartered erweitert digitale Verwahrung nach Singapur

Wichtigste Erkenntnisse

  • Standard Chartered will in Singapur Verwahrung für ausgewählte Krypto, Stablecoins und tokenisierte Real-World Assets anbieten.
  • Der Dienst richtet sich an institutionelle Kunden und akkreditierte Corporate Clients innerhalb der Finanzierungs- und Securities-Services-Sparte.
  • Singapur ist ein streng regulierter Markt, in dem Standard Chartered unter anderem mit DBS Bank konkurriert.

Standard Chartered will in Singapur Verwahrung anbieten für ausgewählte Krypto, Stablecoins und tokenisierte Real-World Assets. Damit baut die Bank ihr Digital-Asset-Angebot weiter in einem der wichtigsten Finanzzentren Asiens aus, auch wenn der Dienst weiterhin von der geltenden Regulierung abhängt.

Der geplante Dienst ist für institutionelle Kunden und akkreditierte Corporate Clients gedacht. Es handelt sich also nicht um ein Retail-Produkt, sondern um einen Teil der Finanzierungs- und Securities-Services-Sparte der Bank. Laut Standard Chartered soll der Dienst Kunden dabei helfen, Assets sicher in einem regulierten Umfeld zu verwahren.

Ausbau über Zodia

Der Schritt passt in den breiteren Ausbau von Standard Chartered rund um digitale Assets. Die Bank arbeitet schon länger über ihre Verwahrungssparte Zodia und teilte im Mai mit, den Rest von Zodia Custody zu übernehmen, einem Unternehmen, das sie gemeinsam mit Northern Trust gegründet hatte. Im vergangenen Monat begann Standard Chartered in Dubai außerdem mit institutionellem Spot-Trading in Bitcoin und Ethereum über die Devisenplattform ihrer lokalen Niederlassung.

Ole Matthiessen, globaler Leiter Transaction Services und Digital Assets, sagte, dass sichere und regulierte Verwahrung aus Sicht der Bank eine wichtige Grundlage für das Digital-Asset-Ökosystem bildet. Patrick Lee, Chef von Standard Chartered in Singapur, sagte, dass die Nachfrage institutioneller Akteure nach vertrauenswürdiger Infrastruktur für tokenisierte Assets zunimmt.

Singapur als Wettbewerbsmarkt

Singapur ist für Banken und Vermögensverwalter ein wichtiger Markt für digitale Assets. Die Monetary Authority of Singapore stellt dabei strenge Anforderungen an Anbieter von Verwahrungsdiensten, unter anderem bei Lizenzen, Asset-Segregation, Risikomanagement und Cybersicherheit. Das macht den Markt interessant, aber auch stark reguliert.

Die Expansion stellt Standard Chartered außerdem neben etablierte Anbieter in dem Stadtstaat. DBS Bank bietet dort bereits seit 2020 Exchange- und Verwahrungsdienste für digitale Assets an. Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem relevant, dass große traditionelle Banken digitale Assets immer häufiger nicht nur als Handelsprodukt sehen, sondern auch als Infrastrukturebene für Verwahrung und tokenisierte Assets. Auch zuvor in Hongkong hatte Standard Chartered bereits einen ähnlichen Schritt gemacht, indem die Bank institutionellen Kunden einen regulierten Stablecoin vertrieb.


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