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Wells Fargo spricht mit Payward über Krypto-Liquidität

Die mögliche Zusammenarbeit passt zu einem breiteren Trend, bei dem Banken Krypto-Infrastruktur an Anbieter wie Kraken auslagern, während sich die Politik rund um Stablecoins in den USA lockert.

Wells Fargo spricht mit Payward über Krypto-Liquidität

Wichtigste Erkenntnisse

  • Wells Fargo führt Gespräche mit Payward, der Muttergesellschaft von Kraken, über eine Rolle als Anbieter von Krypto-Liquidität.
  • Die mögliche Zusammenarbeit passt zu einem breiteren Trend, bei dem Banken häufiger mit etablierten Kryptounternehmen zusammenarbeiten.
  • Die Gespräche fallen mit einem freundlicheren amerikanischen regulatorischen Umfeld für Krypto zusammen, was das Interesse der Banken erhöht.

Wells Fargo führt Gespräche mit Payward, der Muttergesellschaft der Krypto-Exchange Kraken, über eine Rolle als Anbieter von Krypto-Liquidität. Laut Quellen geht es dabei um Unterstützung beim Krypto-Handel, die Gespräche laufen aber noch und können auch ohne Deal enden.

Banken suchen Krypto-Partner

Die mögliche Zusammenarbeit passt zu einem breiteren Trend, bei dem große Banken häufiger bei etablierten Kryptounternehmen anklopfen. Statt selbst eine vollständige Handelsinfrastruktur aufzubauen, arbeiten Banken immer öfter mit Anbietern zusammen, die bereits Zugang zu Liquidität und Handelsfenstern haben.

Payward und Wells Fargo wollten keinen Kommentar abgeben. Klar ist aber, dass die Bank schon länger Schritte in Richtung Kryptomarkt unternimmt. Wells Fargo bietet etwa Spot-Bitcoin-ETFs für vermögende Kunden an und hat zuvor in das Kryptounternehmen Elliptic sowie in das Handelstechnologieunternehmen Talos investiert. Auch SoFi und Kraken haben bereits eine Zusammenarbeit geschlossen, die Bankdienstleistungen und Krypto-Handel näher zusammenbringt.

Mehr Spielraum durch neue Politik

Die Gespräche fallen auch mit einem freundlicheren amerikanischen regulatorischen Umfeld für Krypto zusammen. Der GENIUS Act, der im Juli 2025 unterzeichnet wurde, legte einen bundesweiten Rahmen für Payment-Stablecoins fest und schuf klarere Regeln für einen wichtigen Teil der Verbindung zwischen Krypto und dem Bankensystem.

Diese Entwicklung hat nach Einschätzung von Marktteilnehmern das Interesse der Banken an Krypto weiter angefacht. Auch andere große Institute schauen sich Stablecoins und weitere Krypto-Dienste an, während die Diskussion darüber zunimmt, wer digitale Zahlungen künftig am besten bedienen kann: traditionelle Banken oder nicht-bankingbasierte Anbieter.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter zeigt das, wie schnell traditionelle Finanzinstitute und Kryptounternehmen einander näherkommen. Für Parteien, die in Europa unter MiCA operieren, kann so eine Zusammenarbeit relevant sein, weil sie zeigt, welche Dienste Banken am liebsten an spezialisierte Kryptounternehmen auslagern. Außerdem unterstreicht sie, dass Liquidität, Custody und Zahlungsinfrastruktur immer wichtiger werden als nur der Handel mit Tokens selbst.


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