Startet BlackRock am letzten Moment doch noch einen Solana-ETF?
Im Windschatten von Ethereum zieht der Solana-Kurs weiter nordwärts und durchbricht die 180-Dollar-Grenze.

Im Kielwasser von Ethereum zieht der Solana-Kurs weiter nordwärts und durchbricht die 180-Dollar-Marke. Doch empfiehlt ETF-Analyst James Seyffart von Bloomberg BlackRock davon ab, einzusteigen, obwohl viele Krypto-Investoren nach einem SOL-ETF drängen. „Das wäre eine komplette Fehlentscheidung,“ sagte Seyffart im Gespräch mit Nate Geraci, Präsident von NovaDius. Sie besprachen ein hypothetisches Szenario, in dem der weltgrößte Vermögensverwalter „im letzten Moment“ einen Antrag für einen Solana-ETF stellen würde.
Kleinere Akteure wie VanEck, 21Shares und Bitwise hätten diesen Schritt schon vor Monaten gemacht. Solana werde breit als der aussichtsreichste Kandidat für den nächsten Spot-ETF in den USA gesehen, mit einer auf Polymarket geschätzten Chance von 99 Prozent für 2025. Zum Redaktionsschluss notiert Solana bei 181,20 Dollar, das sind 0,5 Prozent im Plus gegenüber gestern und 12,8 Prozent höher als vor einer Woche.
Nach Seyffarts Ansicht sollte ein iShares Solana-ETF „nicht passieren“. Begründung: „Diese kleinen Herausgeber haben enorm viel Zeit in Gespräche mit der SEC investiert, um ihre Unterlagen in Ordnung zu bringen.“ Seinen Worten zufolge wäre es „unfair“, wenn BlackRock nun doch noch das Feld von hinten aufrollen würde. An der Bitcoin- und Ethereum-ETF-Front ist BlackRock, geführt von Larry Fink, ohnehin klar Nummer eins mit Nettozuflüssen von 57,8 Milliarden bzw. 9,7 Milliarden Dollar. Der jüngste Kursanstieg von SOL wurde nicht nur von der Hoffnung auf eine Zulassung durch die US-Börsenaufsicht SEC getragen, sondern auch von neuen Unternehmen, die Solana als Teil ihres Treasuries aufnehmen. So gab Upexi kürzlich einen SOL-Kauf in Höhe von rund 200 Millionen Dollar bekannt.
BlackRock selbst hatte zuletzt noch bestritten, Vorbereitungen für einen SOL- oder XRP-ETF zu treffen. Seyffart zufolge bedeutet das kein Risiko für den Vermögensverwalter, da 90 Prozent der gesamten Kryptomarkt kapitalisierung ohnehin durch Bitcoin und Ethereum repräsentiert werde.