Thailand will USDT-Transaktionen in neuem Ansatz prüfen lassen
Die Zentralbank und die thailändische SEC verknüpfen Stablecoins mit der Geldwäschekontrolle, zusätzlich zu strengeren Regeln für große Bareinzahlungen und den Goldhandel.

Wichtigste Erkenntnisse
- Thailand verschärft die Aufsicht über USDT-Transaktionen und große Bargeldströme weiter.
- Die Zentralbank arbeitet an neuen Regeln für Einzahlungen ab 5 Millionen Baht und an gemeinsamen Audits mit der Wertpapieraufsicht.
- Auch der Goldhandel und der Tausch von Banknoten kommen unter strengere Aufsicht, um verdächtige Geldströme besser zu erkennen.
Thailand verschärft die Aufsicht über USDT und größere Bargeldbewegungen weiter. Die Zentralbank bereitet neue Vorgaben für Einzahlungen ab 5 Millionen Baht vor. Gleichzeitig sollen Tether-Transaktionen gemeinsam mit der Aufsicht für den Wertpapiermarkt geprüft werden.
Strenger gegen graues Geld
Bank of Thailand-Gouverneur Vitai Ratanakorn ordnet die Maßnahmen als Teil eines breiter angelegten Vorgehens gegen die graue Wirtschaft ein. Nach seiner Einschätzung rücken damit auch digitale Assets stärker in den Fokus, weil die Behörden Hinweise auf Transaktionen sehen, die möglicherweise der Verschleierung von Informationen oder der Verlagerung von Geld außerhalb der üblichen Finanzkanäle dienen.
Die Zentralbank betrachtet dabei nicht nur Bargeld, sondern auch die Rolle von Stablecoins auf lokalen Plattformen. Bereits im Januar sagte Vitai, dass rund 40% der USDT-Verkäufer auf lokalen Plattformen Ausländer gewesen seien und seiner Ansicht nach nicht in Thailand aktiv sein sollten. Das fügt sich in die breitere internationale Debatte über die Rolle von USDT bei Aufsicht und Durchsetzung ein, wie auch das strengere Vorgehen rund um Tethers Einfrieren sanktionierter Wallets zeigt.
Neue Regeln für Bargeld und Gold
Die geplanten Regeln für Einzahlungen bauen auf strengeren Kontrollen auf, die seit April bereits für größere Abhebungen gelten. Für Bargeldabhebungen über 5 Millionen Baht gilt schon zusätzliche Due Diligence, und das Volumen solcher Abhebungen ist seitdem um 35% zurückgegangen.
Bevor die neuen Einzahlungsregeln eingeführt werden, prüft die BOT zunächst den rechtlichen Rahmen. Auch größere Banknotenwechsel, etwa das Tauschen umfangreicher Bestände von 1.000-Baht-Scheinen in 100- oder 500-Baht-Noten, könnten künftig eine Begründung erfordern.
Darüber hinaus hat die Zentralbank die Aufsicht über den Goldhandel verschärft, um Auswirkungen auf den Baht zu begrenzen und verdächtige Aktivitäten besser zu erkennen. Das Zusammenspiel von Bargeld, Gold und USDT zeigt, dass Thailand seinen Ansatz gegen Geldwäsche breiter anlegt als nur mit Blick auf den Krypto-Markt.
Bedeutung für Europa
Für europäische Kryptonutzer ist vor allem relevant, dass Thailand Stablecoins nicht mehr nur als Handelsinstrument betrachtet, sondern auch als Teil der Finanzaufsicht. Das passt zu einem breiteren Trend, bei dem Aufseher stärker auf die Herkunft von Geldströmen rund um Krypto Exchanges und lokale Plattformen achten. Dass die thailändische SEC USDT bereits 2025 genehmigt hat, macht die aktuelle Prüfung besonders bemerkenswert, weil Regulierung und verschärfte Aufsicht dort nun parallel weiter ausgebaut werden.