Ethereum-Dencun-Update ist live
Das Upgrade bietet eine Reihe wichtiger Verbesserungen an der Effizienz, Skalierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit von Ethereum.

Das Upgrade bietet eine Reihe wichtiger Verbesserungen an der Effizienz, Skalierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit von Ethereum.
Ethereum hat erfolgreich sein lang erwartetes Dencun-Update abgeschlossen. Das Upgrade der wichtigsten Altcoin im Kryptobereich ging planmäßig um 14:55 Uhr live.
Dencun enthält eine Reihe von Verbesserungen am Ethereum-Netzwerk, um dessen Effizienz, Skalierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit zu optimieren. Es ist das größte Update des Netzwerks seit dem Shapella-Update.
Die gravierendste Verbesserung von Dencun ist EIP-4844, von der vor allem Layer-2-Netzwerke von Ethereum profitieren, wie Arbitrum, Base und andere. Die Netzwerkkosten, bekannt als Gas-Gebühren, sind jetzt auf diesen Netzwerken deutlich gesenkt.
Was Dencun bedeutet für den ETH-Kurs
Der ETH-Preis fiel nach der Nachricht leicht und bewegt sich zum Zeitpunkt des Berichts knapp unter der 4.000-Dollar-Schwelle. Die Preise beliebter Layer-2-Token, darunter Arbitrum (ARB), Optimism (OP) und Polygon (MATIC), legten zunächst um bis zu 10 Prozent zu, haben aber seither auch wieder etwas abgegeben.
Trotz der Dominanz von Bitcoin nach dem Start von ETFs in den USA konnte Ethereum in den letzten Wochen wieder Boden gutmachen. Nach mehreren Anläufen ist ETH gelungen, über das kritische Unterstützungsniveau von 0,054 BTC zu steigen. Der jüngste Anstieg könnte ein Zeichen dafür sein, dass ETH bereit ist, wieder aus dem Schatten von Bitcoin herauszutreten. ETH könnte sich nun auch stärker gegenüber seinen Smart-Contract-Konkurrenten Solana und Co. durchsetzen.
Diese Auffassung teilen auch Bitget-CEO Gracy Chen. Laut ihr dürfte das Update Ethereum wahrscheinlich helfen, einen größeren Marktanteil gegenüber Konkurrenten wie Solana zu gewinnen, da die Ethereum-Blockchain in Bezug auf aktive Entwickler, TVLs und dApps deutlich führend ist. Die erwarteten Vorteile des Upgrades und der Liquidität seien besonders positiv für Ethereum, um neue Finanzanwendungen und Entwickler anzuziehen.
Sie warnt Anleger jedoch auch. Sie sollten auch darüber nachdenken, ihr Portfolio zu diversifizieren und nicht einen großen Anteil der Investitionen ausschließlich auf Basis der potenziellen Auswirkungen des Upgrades zuzuweisen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass bedeutende Updates von Blockchain-Projekten kurzfristig zu einer "Verkauf der News"-Reaktion führen.
Was ist der nächste Schritt für Ethereum?
Mit der erfolgreichen Vollendung von EIP-4844 kann Ethereum wieder einen Punkt auf seiner Roadmap abarbeiten. In naher Zukunft möchte das Team "the Scourge" einsetzen, um die wiederkehrenden Bedenken bezüglich Zentralisierung anzugehen, die beispielsweise durch die Dominanz des Staking-Providers Lido Finance entstanden sind.
Später soll "the Verge" die Validierung von Blöcken vereinfachen und so die Gesamteffizienz von Ethereum deutlich reduzieren. Es gibt keinen konkreten Zeitplan für den Abschluss der Roadmap, aber es wird wahrscheinlich noch einige Jahre dauern.