The Vault und Hinkal verbessern den Datenschutz bei institutionellen Stablecoin-Transaktionen
Die Zusammenarbeit soll Stablecoin-Zahlungen für Institutionen besser abschirmen, ohne bei der Compliance Abstriche zu machen. Lies, welche Rolle Zero-Knowledge-Privacy dabei spielt.

Wichtigste Erkenntnisse
- The Vault arbeitet mit Hinkal zusammen, um den Datenschutz für Stablecoin-Transaktionen innerhalb seiner institutionellen Custody-Plattform zu verbessern.
- Hinkal nutzt Zero-Knowledge-Technologie, um Transaktionen zu verifizieren, ohne alle Details öffentlich zu machen.
- Die Lösung unterstützt Viewing Keys und Compliance-Checks, damit institutionelle Nutzer ihre Privatsphäre behalten und trotzdem regulatorische Vorgaben erfüllen können.
The Vault hat eine Zusammenarbeit angekündigt mit Hinkal, um den Datenschutz für Stablecoin-Transaktionen innerhalb seiner institutionellen Custody-Plattform zu verbessern. Der Schritt kommt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über die Transparenz öffentlicher Blockchains, die für Unternehmen, die Geld on-chain bewegen, zu einem immer größeren Problem wird.
Datenschutzprobleme bei Stablecoins
Stablecoins sind zu einem Markt von mehr als $315 Milliarden (€275 Milliarden) geworden, mit jährlichen Zahlungsvolumina von rund $390 Milliarden (€340 Milliarden), wie Schätzungen von McKinsey zeigen. Ein erheblicher Teil davon, etwa $226 Milliarden (€197 Milliarden), entfällt auf B2B-Zahlungen. Trotz der Beliebtheit von Stablecoins bringt ihre öffentliche Natur ein grundlegendes Datenschutzproblem mit sich. Transaktionen auf öffentlichen Blockchains sind standardmäßig transparent: Beträge, Wallet-Salden und Gegenparteien sind für alle sichtbar. Für institutionelle Nutzer bedeutet das, dass sensible Informationen über Treasury-Bewegungen, Lieferantenbeziehungen und Handelsströme offengelegt werden.
Innovation mit Zero-Knowledge-Technologie
The Vault konzentriert sich darauf, institutionellen Kunden professionelle Verwahrung, Treasury-Kontrollen und Governance für digitale Assets zu bieten. Hinkal ergänzt das um eine Privacy-Schicht auf Basis von Zero-Knowledge-Technologie. Diese Technik macht es möglich, Transaktionen zu verifizieren, ohne alle Details offenzulegen. So kann bestätigt werden, dass eine Zahlung gültig ist, ohne dass der komplette Zahlungsweg für die Öffentlichkeit sichtbar wird.
Wichtig ist, dass diese Privacy-Lösung nicht zu vollständiger Anonymität führt, was Compliance und Regulierung entgegenstehen würde. Hinkal unterstützt Funktionen wie Viewing Keys und Compliance-Checks, sodass autorisierte Parteien Zugriff auf die nötigen Informationen bekommen, ohne dass diese für alle öffentlich sind. Damit eignet sich das System für den institutionellen Einsatz, bei dem Transparenz gegenüber Aufsichtsbehörden und interne Audits weiterhin nötig bleiben.
Relevanz für europäische Finanzinstitute
Für europäische institutionelle Anleger und Unternehmen kann diese Entwicklung relevant sein, weil sie die Lücke zwischen der Geschwindigkeit und Effizienz von Stablecoins und den in der Region geltenden Datenschutz- und Compliance-Anforderungen schließt. Je stärker Stablecoins im Treasury Management und im Zahlungsverkehr eine Rolle spielen, desto wichtiger wird es, Transaktionen vor Wettbewerbsinformationen und anderen externen Parteien abzuschirmen, ohne Kontrolle und Regulierung aus dem Blick zu verlieren. Die Integration von Privacy-Schichten wie der von Hinkal in Custody-Plattformen wie The Vault könnte deshalb ein wichtiger Schritt für eine breitere Nutzung von Stablecoins in professionellen Umgebungen sein. In den USA wächst derweil die Aufmerksamkeit für die Aufsicht über Stablecoins, unter anderem durch neue Regeln zur Kundenidentifizierung, die die Branche näher an die traditionelle Finanz-Compliance heranführen sollen.