TRUMP Coin: Memecoin am Ende notiert oder macht er ein Comeback?
Das kämpferische Motto von Donald Trump scheint seinem Memecoin bislang wenig Rückenwind zu geben.

Das kämpferische Motto von Donald Trump scheint seinem Memecoin bislang wenig Rückenwind zu geben. Seit der Einführung im Januar, kurz vor Trumps möglicher neuer Amtszeit, rutscht der Kurs der ‘Official Trump’-Kryptomünze unaufhaltsam nach unten. Mit einem Verlust von 85% von 74 Dollar auf derzeit etwa 11 Dollar ist von einem echten Comeback noch nicht die Rede. Selbst in Aufschwüngen konnte die Coin kaum Terrain gutmachen. War das nur ein Hype oder kommt noch eine überraschende zweite Runde?
Präsidentielle Premiere, mäßige Leistung Nie zuvor setzte ein amerikanischer Präsident seinen Namen unter ein Kryptoprojekt. Doch am 18. Januar änderte sich das: Official Trump sah das Licht. Die Botschaft war klar: Unter Trump würde die amerikanische Krypto-Welt Kopfschütteln. Neue Gesetze, Umstrukturierung von Aufsichtsbehörden wie der SEC, sogar nationale Kryptovorräte – es schien alles zugunsten von Trumps Coin zu laufen.
Aber während Bitcoin zuletzt ein neues Allzeithoch markierte, bleibt Official Trump zurück. Die Marktkapitalisierung fiel von 8,8 Milliarden auf 2,2 Milliarden Dollar. Ein Free Fall, gegen den selbst MAGA nicht ankämpft.
Kleine Anleger, große Verluste Für Investoren ist die Bilanz bitter. Laut Daten von Chainalysis (Mai) litten rund 764.000 Wallets unter Verlusten bei ihrer Trump-Investition — überwiegend kleine private Anleger. Dem stehen einige große Gewinner gegenüber: Nur 58 Wallets schafften mehr als 10 Millionen Dollar, zusammen gut 1,1 Milliarden Gewinn.
Der größte Gewinner? Donald Trump selbst. Schätzungen zufolge floss über die Coin bereits rund 350 Millionen Dollar in sein Privatvermögen. Die Coin wird von seinen Firmen CIC Digital LLC und Fight Fight Fight LLC ausgegeben, die gemeinsam mehr als 80% der Token halten.
Eine tickende Zeitbombe Auffällig ist, dass derzeit nur 20% der Tokens im Umlauf sind. Der Rest befindet sich in den Taschen von Insidern und wird schrittweise auf den Markt kommen – ein Szenario, das möglicherweise zu weiterem Kursdruck führt. Unterdessen fließen Millionen an Handelsgebühren zu Wallets, die direkt mit den Initatoren verknüpft sind. Der Code der Coin leitet automatisch einen Teil jeder Transaktion an diese Adressen weiter. Kurz gesagt: Die Erfinder verdienen so oder so, auch wenn der Kurs sinkt.
Kein Zukunftsplan, aber Schlagzeilen Wie es sich für eine Memecoin gehört, hat Official Trump kaum funktionale Anwendungen. Der Kurs hängt rein von Branding und Medienaufmerksamkeit ab, und da ist Trump natürlich nicht fremd. Dennoch gibt es genug Skandale: Beschuldigungen der Selbstbereicherung, angebliche Insiderinformationen und kürzlich ein privates Investoren-Dinner, bei dem unter anderem Tron-Gründer Justin Sun anwesend war. Allein durch die Nachrichten stieg die Coin zeitweise um 50%, natürlich.
Für Anleger ist das Wetten auf solche Events riskant. Trumps eigenes Engagement scheint minimal: “Ich weiß nicht viel darüber, außer dass ich es lanciert habe,” sagte er einmal auf einer Pressekonferenz.
Schlussfolgerung: Trump Coin als Cash-Mmaschine Official Trump ist vor allem ein Marketinginstrument – und eine Einnahmequelle für die Trump-Familie. Für Investoren wirkt es kaum mehr als eine teure Wette auf die Launen des Ex-Präsidenten. Die Hype-Szene geht aus, das Momentum scheint weg, und obwohl Trump jederzeit wieder eine Show abziehen kann, bleibt Official Trump vorerst vor allem das, was es ist: eine Memecoin mit einem Verfallsdatum.