Finst

Tudor Investment erhöht IBIT-Beteiligung nach einem Jahr des Verkaufs

Tudor meldete in einem 13F mehr Anteile an BlackRocks IBIT, während die Call-Position deutlich abgebaut wurde. Die Bewegung unterstreicht Paul Tudor Jones’ anhaltende Nutzung von Bitcoin als Makro-Hedge.

Tudor Investment erhöht IBIT-Beteiligung nach einem Jahr des Verkaufs

Wichtigste Erkenntnisse

  • Tudor Investment erhöhte im zweiten Quartal seinen direkten Anteil am BlackRock’s iShares Bitcoin Trust ETF auf 688.529 Anteile.
  • Die gemeldete Call-Position auf IBIT sank im selben Zeitraum um 85,2 Prozent auf 148.000 zugrunde liegende Anteile.
  • Die Bewegung passt zu Tudors früherer Bitcoin-These, in der Paul Tudor Jones Bitcoin als Inflationshedge sieht.

Tudor Investment, der Fonds des Milliardärs Paul Tudor Jones, hat im zweiten Quartal seinen direkten Anteil am Spot-Bitcoin-ETF von BlackRock erhöht, während die gemeldete Call-Position in demselben Fonds deutlich zurückgefahren wurde. Die Meldung in einem 13F filing zeigt, dass das Unternehmen erneut mehr Exposure in IBIT aufgebaut hat, nachdem die Beteiligung zuvor Schritt für Schritt reduziert worden war.

Mehr Anteile an IBIT

Zum 30. Juni hielt Tudor Investment 688.529 Anteile am iShares Bitcoin Trust ETF, was laut Filing einem Wert von 22,9 Millionen Dollar (19,8 Millionen Euro) entspricht. Das sind 109.446 Anteile mehr als Ende März, ein Plus von 18,9 Prozent. Auf Basis der späteren Bewertung liegt die Position bei rund 24,5 Millionen Dollar (21,2 Millionen Euro).

Gleichzeitig meldete der Fonds Calls, die an 148.000 zugrunde liegende IBIT-Anteile gekoppelt waren, ein Rückgang um 85,2 Prozent gegenüber 998.000 im März. Die Put-Position sank leicht um 1,4 Prozent auf 715.000 zugrunde liegende Anteile. Da das Filing keine Strike Prices oder Verfallsdaten nennt, sagt der Umfang dieser Positionen nicht direkt alles über die Richtung von Tudors gesamtem Exposure aus.

Jones bleibt bei der Bitcoin-These

Die Bewegung passt in eine längere Geschichte von Tudor rund um Bitcoin. Jones machte bereits 2020 öffentlich, dass er Bitcoin-Futures als Hedge gegen Inflation gekauft habe, und verglich diese Rolle damals mit Gold in den 1970er-Jahren. Später bezeichnete er Bitcoin erneut als Inflationshedge, auch wegen des festen Angebots.

Auch zuvor zeigte Tudor, dass der Fonds schnell umschichten kann. 2024 baute er die IBIT-Position deutlich aus, um sie 2025 quartalsweise wieder zu reduzieren. Selbst nach dem jüngsten Kauf liegt der direkte Anteil weiterhin deutlich unter dem Höchststand von Ende 2024 und macht nur einen kleinen Teil des gesamten Portfolios von 71,9 Milliarden Dollar (62,2 Milliarden Euro) aus.

Relevant für europäische Anleger

Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem relevant, weil es zeigt, dass ein großer Makro-Investor Bitcoin über ein reguliertes Börsenprodukt weiterhin als Allokationsinstrument nutzt. Solche 13F-Meldungen geben kein vollständiges Bild des gesamten Exposure, bieten aber einen seltenen Einblick, wie professionelle Marktteilnehmer ihre Bitcoin-Position über den US-amerikanischen Markt strukturieren. Das passt zu einem breiteren institutionellen Trend rund um IBIT, das von größeren Anlegern häufiger als liquider Zugang zu Bitcoin-Exposure genutzt wird.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.