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US-Banken bauen eigene Blockchain für Stablecoins

Neununddreißig US-amerikanische State Banking Associations wollen ein eigenes Netzwerk für Smart Payments, tokenisierte Einlagen und Stablecoins aufbauen. Der Plan passt in den GENIUS Act und den breiteren Trend zu Blockchain-Infrastruktur im Bankensektor.

US-Banken bauen eigene Blockchain für Stablecoins

Wichtigste Erkenntnisse

  • Neununddreißig US-amerikanische State Banking Associations wollen gemeinsam die BankChain Alliance aufbauen, ein eigenes Blockchain-Netzwerk für Banken.
  • Das Netzwerk soll Smart Payments, tokenisierte Einlagen und Stablecoins innerhalb des regulierten Bankensystems ermöglichen.
  • Die Banken suchen noch einen Technologiepartner und wollen das System interoperabel mit bestehenden Zahlungs- und Abwicklungssystemen machen.

Nach einem Jahr politischer Auseinandersetzungen in Washington zwischen Banken und der Kryptobranche wollen US-amerikanische State Banking Associations nun selbst ein Blockchain-Netzwerk aufbauen. Das Projekt BankChain Alliance soll finanzielle Innovationen wie Smart Payments, tokenisierte Einlagen und Stablecoins innerhalb des regulierten Bankensystems ermöglichen.

Bankensektor wählt eigenen Weg

Neununddreißig State Banking Associations haben sich hinter die Initiative gestellt. In einer Erklärung bezeichneten sie den Plan als „industry-owned, industry-designed and industry-governed“. Kathy Kraninger, Interimsvorsitzende des Projekts und Chefin der Florida Bankers Association, sprach von einer beispiellosen Zusammenarbeit zwischen Tausenden von Banken.

Nach Angaben der Banken soll das Netzwerk sicher und reguliert sein, damit Institute jeder Größe moderne Funktionen für Kunden in ländlichen, städtischen und regionalen Gebieten anbieten können. Die Gruppe sucht noch einen Technologiepartner, um das Netzwerk zu bauen. Außerdem soll das System interoperabel mit anderen Netzwerken sein, damit Verbindungen zu bestehenden Zahlungs- und Abwicklungssystemen möglich bleiben.

Stablecoins innerhalb der Bankregeln

Das Timing ist auffällig. Die BankChain Alliance reiht sich in die breitere Bewegung ein, in der Banken Blockchain und tokenisierte Assets immer häufiger in bestehende Zahlungsinfrastrukturen einpassen wollen. Das passt auch zum GENIUS Act, der 2025 einen bundesweiten Rahmen für Payment Stablecoins geschaffen und sie näher an die regulierte Finanzinfrastruktur herangeführt hat.

Bereits Anfang dieses Monats meldete Swift, dass 17 Banken, darunter Citi, BNY und Wells Fargo, Transaktionen mit tokenisierten digitalen Assets auf einem blockchainbasierten Ledger testen werden. Das zeigt, dass die Grenze zwischen traditionellen Bankrails und Blockchain-Anwendungen weiter verschwimmt, auch wenn die konkrete Umsetzung je nach Projekt unterschiedlich bleibt.

Auch in den Vereinigten Staaten setzen Banken tokenisierte Einlagen immer häufiger als Alternative zu einzelnen Stablecoin-Initiativen ein. So kündigte Wells Fargo kürzlich einen eigenen Blockchain-Dienst für Geschäftskunden an.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem relevant, weil es hier nicht nur um Krypto geht, sondern darum, wer die Infrastruktur für Zahlungen und digitale Dollar kontrolliert. Wenn große Banken weiter eigene Blockchain-Netzwerke ausrollen, könnte das die Rolle von Stablecoins und tokenisierten Einlagen im breiteren Finanzsystem weiter normalisieren. Es zeigt auch, dass Blockchain immer häufiger als technische Schicht für Bankdienstleistungen gesehen wird und nicht nur als eigenständiges Kryptodomäne.


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