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Visa verknüpft VisaNet mit Onchain-Lending für Stablecoins

Visa testet mit Credit Coop ein Modell, das Settlementdaten und Onchain-Transaktionen kombiniert, um Stablecoin-Card-Programme und Fintechs zu finanzieren.

Visa verknüpft VisaNet mit Onchain-Lending für Stablecoins

Wichtigste Erkenntnisse

  • Visa verknüpft VisaNet-Settlementdaten mit Onchain-Lending, um Stablecoin-bezogenen Card-Programmen und Fintechs beim Working Capital zu helfen.
  • Das Unternehmen testet dies mit Credit Coop und sagt, seit 2023 mehr als $2,5 Milliarden an Settlementvolumen finanziert zu haben, ohne Defaults.
  • Visa meldet mehr als 160 Stablecoin-linked Card-Programme, mit einem Zahlungsvolumen, das fast 200% höher lag als ein Jahr zuvor.

Visa verknüpft seine VisaNet-Settlementdaten mit Onchain-Lending, um Stablecoin-bezogene Card-Programme und Fintechs beim Working Capital zu unterstützen. Nach Angaben des Unternehmens kann die Kombination aus Zahlungsdaten und Onchain-Transaktionen Lenders mehr Einblick in Settlement Receivables geben, also in die Beträge, die einem Programm nach Abschluss der Zahlungen noch zustehen.

Wie das Modell funktioniert

Mit Zustimmung des Kunden kann Visa diese Settlementdaten mit Onchain-Transaktionen kombinieren, um die Kreditperformance zu bewerten und Teile der Finanzierung rund um das Settlement zu automatisieren. Das ist vor allem für junge Zahlungsunternehmen relevant, die oft Schwierigkeiten haben, traditionelle Finanzierung zu bekommen, weil Banken Skalierung, Historie oder eine manuelle Prüfung sehen wollen, bevor sie Kredit vergeben.

Visa sagte, dass inzwischen mehr als 160 Stablecoin-linked Card-Programme auf seinem Netzwerk laufen. Deren Zahlungsvolumen lag fast 200% höher als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig wächst die Rolle von Stablecoins im breiteren Zahlungsverkehr, während große Player wie Visa, Mastercard und Stripe ihre Infrastruktur dafür immer weiter ausrichten.

Credit Coop als Testfall

Visa testet diesen Ansatz bereits in einer frühen Version mit Credit Coop, einem dezentralen Kreditgeber, der Smart Contracts für Finanzierung, Besicherungsmanagement und Rückzahlung nutzt. Nach Angaben von Visa hat das Modell seit 2023 mehr als $2,5 Milliarden (€2,2 Milliarden) an finanziertem Settlementvolumen unterstützt, ohne Defaults in den teilnehmenden Einrichtungen.

Das System verarbeitete dabei mehr als 3.000 Kreditzeitpunkte und 9.000 Rückzahlungen programmatisch onchain. Für den Kryptomarkt ist das ein Zeichen dafür, dass Stablecoin-Infrastruktur nicht nur um Zahlungen geht, sondern auch um die Finanzierung darum herum.

Visas breitere Stablecoin-Strategie ist schon länger sichtbar. In einem früheren Artikel über die Stablecoin-Plattform von Visa wurde deutlich, dass das Unternehmen Banken, Fintechs und Krypto-Partnern bereits direkt erlaubt, über sein Netzwerk auszugeben, zu verwahren und abzuwickeln.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto- und Fintech-Unternehmen ist das relevant, weil Stablecoin-Zahlungen immer häufiger mit echten Finanzprozessen verknüpft werden, etwa mit Working Capital und Settlement-Finanzierung. Das kann wichtig sein für Unternehmen, die mit Krypto arbeiten wollen, ohne alles manuell prüfen zu lassen. Visa sagte außerdem, dass mehr als 160 Stablecoin-linked Card-Programme auf seinem Netzwerk laufen, was zeigt, wie schnell dieses Segment wächst.


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