Weltwirtschaftsforum kritisiert das Vorgehen gegen Krypto in den USA
Um Klarheit im Umgang mit Kryptowährungen zu schaffen, ist eine international koordinierte Harmonisierung der Regulierung nötig, erklärt das WEF.

Um Klarheit im Umgang mit Kryptowährungen zu schaffen, ist eine international koordinierte Harmonisierung der Regulierung nötig, erklärt das WEF. "Regulierung durch Durchsetzung" - ein Ansatz, den die amerikanischen Behörden verfolgen - ist dabei "nicht zu empfehlen".
Das World Economic Forum (WEF) hat ein Dokument veröffentlicht mit Bewertungen und Empfehlungen für die Regulierung von Kryptowährungen.
Die 34 Seiten starke Briefing ist dazu gedacht, die weltweite Koordination der Krypto-Regulierung zu fördern.
Der Ansatz der US-amerikanischen Aufsichtsbehörden wird laut dem Dokument vom WEF skeptisch betrachtet: "Dieser Ansatz wird nicht empfohlen, um einen Rahmen zu bieten, da 'Regulierung durch Durchsetzung' jede sinnvolle Debatte darüber, was reguliert werden soll und was nicht, ausschließt."
Aufgrund des harten Vorgehens der US-Securities and Exchange Commission (SEC) warnen Experten vor einer möglichen Krypto-Exodus aus den Vereinigten Staaten.
Nach Ansicht des WEF ist der Mangel an Taxonomie und Klassifikation von Kryptowährungen eine der größten Baustellen. Das Dokument kommt zu dem Schluss, dass Regulierung dringend nötig ist und dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Schlüssel ist.
Das WEF empfiehlt auch eine internationale Harmonisierung bei der Strafverfolgung. "Ein Mangel an Koordination zwischen verschiedenen Strafverfolgungsbehörden führt zu inkonsistenten Durchsetzungen und mangelnder Kohärenz im regulatorischen Vorgehen", heißt es in dem Papier. Das WEF hatte zuvor auch auf die Vorteile des Bitcoin-Minings hingewiesen.