Vorab-Rendite dank Flashstaking auf Ethereum
Wer nach neuen Wegen sucht, Ethereum zu staken, könnte mit dem sogenannten Flashstaking anfangen.

Wer nach neuen Wegen sucht, Ethereum zu staken, könnte mit dem sogenannten Flashstaking anfangen. Die Rendite ist im Voraus verfügbar.
Der Ethereum-Merge ist gelungen, und ETH-Staking wird voraussichtlich weiter an Kraft gewinnen. So ist die Rendite des Ethereum-Stakings seit dem Merge von 4 auf 5,2 Prozent gestiegen. Ein großer Nachteil davon ist jedoch, dass die Münzen für die kommende Zeit gesperrt bleiben. Gleiches gilt für die Erträge. Das ist ein Problem für diejenigen, die ihre Kryptos nicht nur einsetzen, sondern auch weiter damit arbeiten möchten. Verschiedene Staking-Anbieter stellen Nutzern hierfür liquide ETH-Tokens bereit. Ein Projekt auf Ethereum geht das ganz anders an. Die Vergütung für die Bereitstellung eigener Läufer wird direkt im Voraus ausgezahlt.
Sofortige Rendite dank Flashstaking
Mit dem Flashstake-Protokoll können Nutzer sofort eine vorab berechnete Rendite erhalten, wenn sie ihre Tokens bereitstellen. Bei der Einführung der Plattform war das sogar 15,64 Prozent. Die Rendite wird in einer Mischung aus Ethereum und den firmeneigenen FLASH-Tokens ausgezahlt.
Das Prinzip von Flashstaking ist einfach. Zuerst wird deine eigene Wallet mit der App verbunden. Anschließend wählst du die Anzahl der einzusetzenden Tokens und die Dauer der Einsatzperiode. Dadurch bestimmt sich, wie lange die Tokens gesperrt bleiben, um die entsprechenden Belohnungen zu verdienen. Das Protokoll berechnet dann die Rendite. Mit einem Klick wird diese zusammen mit FLASH-Tokens ausgezahlt und ist sofort verfügbar. Die eingezahlten Tokens werden dann für die vorher festgelegte Periode gesperrt.
Hintergrund: Die App transferiert die eingezahlten Tokens in ein Liquiditätstagebuch von Aave, wo sie im Verlauf der Sperrperiode die zuvor erzielte Rendite wieder generieren. Nachdem die Sperrfrist abgelaufen ist, kehrst du zum Logbuch zurück und lässt die ursprünglich eingezahlten Tokens erneut auszahlen.
Für einige DeFi-Nutzer kann dies viele Vorteile bringen. Im Gegensatz zu anderen Ethereum-Staking-Protokollen wie Lido Finance ist der Auszahlungszeitpunkt der Belohnungen sicherer als der des ursprünglichen Betrags. Wer seine FLASH-Tokens nicht sofort mit Gewinn verkauft, kann sie nutzen, um seine ursprüngliche Einlage sogar frühzeitig zurückzuerhalten. Nutzer müssen sich keine Sorgen um die Liquidation der eingezahlten Tokens machen, wie bei Aave oder Compound, denn Flashstake ist kein Verleihprotokoll.
Risiko
Das Ganze ist jedoch nicht frei von Nachteilen. Vor allem die noch immer geringe Liquidität der FLASH-Tokens stellt ein wirtschaftliches Risiko dar. Wer größere Mengen handeln will, läuft auf einer dezentralen Börse Gefahr von Preisabzügen (Slippage).
Viele Nutzer werden vermutlich beschließen, die Tokens nach dem Flashstaking zu verkaufen, um ihre Rendite zu realisieren. Ein massiver Verkauf von FLASH-Tokens würde auch die Rendite für Staker senken, die ihre Tokens noch besitzen oder anderweitig verwenden.
Darüber hinaus bestehen wie bei anderen DeFi-Protokollen allgemeine Risiken, die Nutzer kennen sollten, bevor sie einsetzen. Dazu gehören Bugs im Smart-Contract-Code und (noch unbekannte) Exploits der Protokoll-Funktionalität. Wie bei allen Plattformen ist auch ein Front-End-Hack der App-Website möglich.
Mit der notwendigen Anpassung des Protokolls sollten die Liquiditätspools der FLASH-Tokens sich schnell füllen. Diese Form des Stakings könnte sich somit zu einer plausiblen Alternative für Ethereum Hodler entwickeln. Die beliebten ETH-Münzen müssen nicht für eine unvorhergesehene Periode aufgegeben werden. Auch muss sich der Nutzer nicht der drohenden Zentralisierung der Staking-Infrastruktur fügen.